Kupplung löst nach Standzeit nicht

Motor, Getriebe, Auspuff, Ventile, Kupplung, Dynojet & Co ...

Moderator: Überholi

muckla
Registriert: 13.04.2006 20:31

Kupplung löst nach Standzeit nicht

Beitragvon muckla » 09.01.2007 15:29

Hallo Forum Freunde,

seit 2005 bin ich Besitzer einer TDM 850, Bj. 1998. Zuvor habe ich 7 Jahre Honda gefahren und kannte das jetzt aufgetretene Problem bis heute nicht. Wenn die TDM einige Zeit gestanden hat, manchmal reichen 1 - 2 Tage aus, löst die Kupplung beim Betätigen des Kupplungshebels nicht mehr. Ich schiebe das Moped dann, Motor ist aus, mit gezogener Kupplung und eingelegtem Gang ein paar mal vor und zurück. Das reicht normalerweise aus, um die Kupplung zu lösen. Wer von euch kennt das Problem und kann Tips zur Abhilfe geben?

Freue mich auf eure Antworten, Joachim

OliS
Registriert: 13.04.2002 16:54

Kupplung löst nach Standzeit nicht

Beitragvon OliS » 09.01.2007 17:13

Moin,

hmm, ich dachte, sowas sei normal bei kaltem dicken Öl. Hab ich bei der XT und der TDM,
Gruß
Oliver

PS: Die zehn Gebote sind deshalb so eindeutig, weil sie nicht auf einer Konferenz beschlossen wurden. (Adenauer)
--
XT600 64 Mm/ TDM 3 V D 79,3Mm
TDMF#19 / [f1]HOME[/f1]

jh
Registriert: 28.04.2005 22:59

Kupplung löst nach Standzeit nicht

Beitragvon jh » 09.01.2007 17:25

Hi,
denke auch das es normal ist.
Ich hatte das bei all meinen Honda´s (5) auch, ist also nicht TDM-typisch.
Ich starte meinen Motor halt mit eingelegtem Gang und gezogener Bremse.
Gruß Jürgen

erdferkel
Registriert: 13.04.2004 15:01

Kupplung löst nach Standzeit nicht

Beitragvon erdferkel » 09.01.2007 17:44

serwutz,

kann mich meinen vorrednern nur anschliessen. es klebt halt ein bisschen, wenn das öl noch kalt ist.
ich lass den eimer immer mit gezogener kupplung an und warte ein paar sekunden. dann knallt es auch nicht mehr so laut beim einlegen des ersten ganges (im getriebe, nicht in indien ;D )

abhilfe in geringem masse kann die reduktion des kupplungsspiels auf das vorgeschriebene minimum bringen. (muss aber nicht).

oink oink

glückauf
ralf
--
reifenschänder und rastenvernichter
menschen kommen und gehen - aber die dicke bleibt!
team Schweine im Weltall

chrisviper
Registriert: 26.11.2004 13:28

Kupplung löst nach Standzeit nicht

Beitragvon chrisviper » 09.01.2007 18:08

erdferkel schrieb:
> serwutz,
>
> kann mich meinen vorrednern nur anschliessen. es klebt halt ein
> bisschen, wenn das öl noch kalt ist.
> ich lass den eimer immer mit gezogener kupplung an und warte ein paar
> sekunden. dann knallt es auch nicht mehr so laut beim einlegen des
> ersten ganges (im getriebe, nicht in indien ;D )
>
:))


Grüße aus Aachen
Chris

--
3VD Bj. 95, EZ 96
58TKm

Kruemel
Registriert: 11.12.2005 16:54

Kupplung löst nach Standzeit nicht

Beitragvon Kruemel » 09.01.2007 18:19

Moins Joachim!

ähhhh - "trennt nicht" - heist WAS?

das die Kiste beim Gangeinlegen nen Sprung nach vorn macht - son richtigen Satz?
oder das es lediglich laut kracht?

das Krachen ist - siehe weitere Posts - normal (und wie ebenfalls geschraubt wurde - Kupplungsspiel mal kontrolliert? mal bischen weniger, mal bischen mehr? da gibts nen nach meinem Empfinden ziemlich engen "Wohlfühlbereich" ......)
und, Zusammenhang zum Öl ebenfalls - in kaltem Zuistand jedenfalls - gegeben ....

Versuch doch mal, die Kupplung nen Moment gezogen zu lassen, wenn der Motor läuft, und nicht "sofort" nen Gang reinzudrücken? so das der ganze Quark Zeit hat, sich erstmal zu lösen und das Öl rauszuzentrifugieren, was sich durch den Stand sicherlich im Inneren des Korbes gesammelt hat?



Gruß


Reinhard
--
Don`t panic, it`s mechanic!

"You can lead a Horse to water, but you can`t make him drink"

"Wer etwas will sucht Wege; wer nicht sucht Gründe"

muckla
Registriert: 13.04.2006 20:31

Kupplung löst nach Standzeit nicht

Beitragvon muckla » 09.01.2007 19:00

Hallo Leute,

danke für eure Rückmeldungen. Hat mich ein wenig beruhigt. Man hört voneinander. Bis bald, Joachim.

Tapsbär
Registriert: 29.07.2006 19:26

Kupplung löst nach Standzeit nicht

Beitragvon Tapsbär » 09.01.2007 19:38

Hallo,

ich hatte bis diesen Sommer eine SevenFifty und da war das stärker als jetzt bei der TDM. Also auch die guten Hondas haben das :-)

"Ich schiebe das Moped dann, Motor ist aus, mit gezogener Kupplung und eingelegtem Gang ein paar mal vor und zurück"
Genauso mache ich das auch. Das hat bis jetzt einmal (sevenfifty) nicht gereicht. Dann habe ich mich draufgesetzt, Kupplung und Bremse gezogen und Starter gedrückt

Grüße
Rüdiger

Katzii
Registriert: 28.11.2002 01:37

Kupplung löst nach Standzeit nicht

Beitragvon Katzii » 11.01.2007 00:01

Jo, Bingo! So mach ich das auch! Karre (Motor aus) mit'n zweiten drin und angezogener Kupplung so'n büschen vor und zurück, bisses die Kupplungsscheiben auseinanderzieht. Dann starten und es flutscht! Hatten wir hier auch schon vor längerer Zeit mal im Forum diskutiert. Ist kein Makel, sondern normal für 'ne Ölbad-Kupplung. Durch die Kohäsion "kleben" eben die Kupplungsscheiben förmlich aneinander. Will man das Krachen beim Einlegen des ersten Ganges bei laufendem Motor vermeiden, muß man die Liebenden vorher schon trennen.
- So einfach ist das.
;D
So long, und immer schön oben bleiben!
Gruß Tom
--
3VD '94 27Mm T(he) D(ream) M(achine) in vdvc#1

jos

Kupplung löst nach Standzeit nicht

Beitragvon jos » 11.01.2007 19:39

Das habe unsere 3VD und 4TX frueher auch mal gemacht.
Nach den ersten selber gemachten Oelwechsel aber nicht mehr. Ich denke mal das das Oelabhaengig ist. Unsere TDM's bekommen seitdem Billigoel aber rechtzeitig .

Zum ueberdenken: was klebt den sonst noch alles im inneren?

Koennte mir nur vorstellen das was klebt wenn das Oel nicht warm genug gefahren wird und sich Wasser einmischt. Das sieht dan aus wie Sludge. Das Wasser koennte dann zu Verklebungen auf Eisen fuehren.
Habe da so meine Bedenken. Geoeltes sollte sich ja gerade mit weniger Reibung drehen :rotate: .
Zuletzt geändert von jos am 15.01.2007 19:19, insgesamt 1-mal geändert.

Kosake
Registriert: 20.05.2008 12:46

Kupplung löst nach Standzeit nicht

Beitragvon Kosake » 21.05.2008 15:42

Hallo allerseits

Seit März im Besitz einer 99er TDM und seit gestern im Forum.

Ich weiss nicht ob es Sinn macht so lange hinterher was zu diesem Thema zu sagen, aber ich probiers mal aus und binn gespannt ob das noch jemand liest.

Ich kenn das Problem auch und habs am Anfang auf die kalten Temparaturen geschoben aber es tritt auch bei 20°C auf.
Meine Abhilfe ist den Motor zu starten, einen Moment laufen zu lassen damit sich das Oel verteilen kann und dann Kupplung ziehen und zwei drei mal kurz Gas geben. Aufheulen lass ich sie nicht da um 6:00 Uhr meine Nachbarn wohl auf mich schiessen würden. Danach lässt sich der Gang ohne Bocksprung und mit dem normalen Klonck einlegen. :look:

Teamy
Registriert: 06.04.2010 22:09

Kupplung löst nach Standzeit nicht

Beitragvon Teamy » 06.04.2010 23:17

Servuc TDM Forum,

für ein akutes Kupplungsproblem brauche ich mal richtig gute Erfahrungswerte und
hoffe, Ihr könnt mir aus meiner tiefen Verzweiflung helfen X(

Die Kupplung meiner TDM, EZ 94 hat nach einem Motortausch das Problem, dass die Kupplung nicht trennt.
Die Versuche, das zu beheben waren bislang erfolglos:
- säubern und mit Öl beschmieren, besprühen usw.,
- Kupplungskorb samt Scheiben austauschen,
- div. Ein- und Ausbauten
- Motor laufen lassen, Gang bei gezogener Kupplung reinhauen
- Bei laufendem Motor auf dem Montageständer mal laufen lassen
?( ?( ?(

Die Druckmechanik scheint ok, im Leerlauf scheint die Welt in Ordnung und etwas Hoffnung liegt darin, dass bei gezogener Kupplung mit roher Gewalt und viel Geduld etwas, aber extrem schwergängige Bewegung möglich ist (Motor und Zündung ist aus).

Nun ist mir aufgefallen, dass bei eingeschalteter Zündung das Zündstromrelais beim Betätigen des Kupplungshebels klickt - aber NUR im 1. und 2. Gang, NICHT im Leerlauf.
Weiss jemand, woran das liegen kann und ob darin evtl eine dieser verhassten Elektrik-Fehler verborgen sein könnte?

Irgendwo hab ich auf jeden Fall den Wurm reingebracht und find ihn nicht mehr.....
Egal, welcher Tip - ich bin dankbar für jeden Hinweis!!

Danke & einen fröhlichen Saisonstart
Teamy

Kruemel
Registriert: 11.12.2005 16:54

Kupplung löst nach Standzeit nicht

Beitragvon Kruemel » 07.04.2010 01:13

Tachschön und Herzlich Willkommen im Forum!
- uind vielleicht ein wenig mehr ins profil tippern?

Gehört einfach mit dazu ......


Teamy schrieb:
> Servuc TDM Forum,
>
> für ein akutes Kupplungsproblem brauche ich mal richtig gute
> Erfahrungswerte und
> hoffe, Ihr könnt mir aus meiner tiefen Verzweiflung helfen X(

sollte gehen?


>
> Die Kupplung meiner TDM, EZ 94 hat nach einem Motortausch das
> Problem, dass die Kupplung nicht trennt.
> Die Versuche, das zu beheben waren bislang erfolglos:
> - säubern und mit Öl beschmieren, besprühen usw.,
> - Kupplungskorb samt Scheiben austauschen,
> - div. Ein- und Ausbauten
> - Motor laufen lassen, Gang bei gezogener Kupplung reinhauen
> - Bei laufendem Motor auf dem Montageständer mal laufen lassen
> ?( ?( ?(
>
> Die Druckmechanik scheint ok, im Leerlauf scheint die Welt in Ordnung
> und etwas Hoffnung liegt darin, dass bei gezogener Kupplung mit roher
> Gewalt und viel Geduld etwas, aber extrem schwergängige Bewegung
> möglich ist (Motor und Zündung ist aus).

Also, klingt für mich nach massiv mechanischem Problem .....
Was Du unten an seltsamer Elektrik schilderst, das vergiss mal ......
Und, "mit roher Gewalt" ist GANZ GANZS SCHLECHT - immer ....
Vor allem, wenn da so eine gediegene Hebelgeschichte dransitzt ....
Denn irgendwann gibt irgendetwas nach .... und das möchtest Du nicht ...


Also, die Kupplung selber sagst Du sieht brauchbar aus?
Wenn Du bei stehendem Motor einen Gang einlegst - lässt sich das Möps nicht mehr schiebe, die Kupplung verbindet also Hinterrad bis zur Kurbelwelle?

Gut ...

Jetzt kommt das, wo ich den Fehler suche ...
zumal Du "Druckmechanismus" schreibst ....
Ist es nämlich nicht, im Gegenteil .....

Aus dem Kupplungskorbdeckel - das Ding mit den Federn - ragt so ein Pilz heraus, auf dem im Deckel ein Nadellager sitzt (sollte es jedenfalls) und von dem eine Art Zahnstange aus dem Druckdeckel herausragt - in die Richtung, von der später das Kupplungsgehäuse aufgesteckt wird .....
Würdest (versuchs nicht!) Du an der Zahnstange ziehen, gegen die Federn, die den Druckdeckel auf die Beläge drücken, würde sich der Druckdeckel abheben und die Kupplung freigeben .....

Am Gehäusedeckel findest Du oben den Hebel, an dem der Ku- Zuig eingehängt wird.
Am Hebel, bzw der Achse, und am Gehäusedeckel ist je eine Markierung.
Ansehen, merken .....

So ....
Legst Du den Gehäusedeckel nun auf den Motor, dann beginnt sich der Ausrückhebel zu bewegen, weil sich die Zahnstange auf ein Zahnrad auf der Hebelwelle schiebt
Er dreht sich in die Richtung, in die er später vom Zug betätigt wird ....

Wenn der Gehäusedeckel aufliegt, und du mit der Hand versuchst den Hebel nach vorne, in Betätigungsrichtung zu bewegen, dann läuft der irgendwann auf - Du hast einen Druckpunkt, an dem Du ohne Werkzeug nicht weiterkommst ...
An diesem Punkt sollten die beiden oben genannten Markierungen ziemlich genau fluchten.
Wenn nicht, den Gehäusedeckel wieder abnehmen und die Ausrückwelle etwas verdrehen - überleg Dir vorher in welche Richtung, gib etwas Kraft darauf während Du den Deckel abhebst (langsam!) .... Du merkst, wann die Zahnstange das Zahnrad freigibt, und drehst eben einen Zahn weiter .....
Dann Deckel wieder drauf, und schauen ob nun die Markierungen passen - bis es passt .....

Kupplungszug einhängen, so einstellen das Du am Kupplungshandhebel ca 7 mm Spiel hast, und gut .....
Dann müsste alles laufen ....

viel Erfolg!

Reinhard

--
Don`t panic, it`s mechanic!

"Wer will sucht Wege; wer nicht will sucht Gründe"

Teamy
Registriert: 06.04.2010 22:09

Kupplung löst nach Standzeit nicht

Beitragvon Teamy » 07.04.2010 23:40

Servus und einen ganz lieben Dank an Krümel für die super-duper-ausführliche Beschreibung!!!!!
Aufgrund Deiner vielen Berichte und brauchbaren Erklärungen hatte ich auf Deine Antwort gehofft - und Du hast mich nicht im Stich gelassen - DANKE!!!

"...Also, die Kupplung selber sagst Du sieht brauchbar aus?..." - Ja, die ist ok, so dass ich den Ersatz-Bowdenzug beiseite gelegt hab. 8)
Deine Vermutung mit dem mechanischem Problem klingt plausibel, der Tip gegen "die rohe Gewalt" ist wertvoll und resultiert aus der Verzweiflung, aber ich werd´s wohl besser noch aufschieben....

Obwohl: "...Wenn Du bei stehendem Motor einen Gang einlegst - lässt sich das Möps nicht mehr schiebe..." - jein - im ersten Moment scheint es blockiert, aber es ist "nur" sehr sehr schwergängig. Erst geht fast nix, dann wird´s etwas besser und kaum eine kraftschöpfende Pause eingelegt, fangt´s wieder von vorn an. Wirklich extrem zäh, aber der Unterschied zwischen "Gang drin" und "Kupplung gezogen" ist tatsächlich noch spürbar - nur eben so gar nicht "frei".

Die Markierungen am Ku-Deckel fluchten nach langem Hin- und Her auch. Eine tolle Beschreibung, denn genau so, wie Du es beschrieben hast, ist es in der Praxis!
Auch der "Druckmechanismus" - laut Werkstatthandbuch - ist wie Du sagst eigentlich keiner. Du solltest eine Überarbeitung der legendären Werkstatthandbücher vom bucheli-verlag in die Hand nehmen. Dann wird´s authentisch und einfacher... :)

Kann sonst irgendwie das Getriebe mit dem Problem zusammenhängen?

Du bringst die Verbindung vom Hinterrad zur Kurbelwelle. Was könnte dann die Blockade in diesem Bereich sonst noch verursachen?

Liebe Grüße
Sonja

Kruemel
Registriert: 11.12.2005 16:54

Kupplung löst nach Standzeit nicht

Beitragvon Kruemel » 08.04.2010 01:01

Teamy schrieb:
> Servus und einen ganz lieben Dank an Krümel für die
> super-duper-ausführliche Beschreibung!!!!!
> Aufgrund Deiner vielen Berichte und brauchbaren Erklärungen hatte ich
> auf Deine Antwort gehofft - und Du hast mich nicht im Stich gelassen -
> DANKE!!!

hach, das geht runter ....:x

- grins - ich hab mich aber auch schon das eine oder ander Mal in die Nesseln gesetzt!
(soll gut sein gegen Rheuma!)

- und Du hast Dein Profil ausgefüllt!!!:hasi:


>
> "...Also, die Kupplung selber sagst Du sieht brauchbar
> aus?..." - Ja, die ist ok, so dass ich den Ersatz-Bowdenzug
> beiseite gelegt hab. 8)

ok, ich meinte eher die Kupplungsbstandteile an sich - sprich, Scheiben, den Druckdeckel, Federn usw .....
Aber ok, wenn der Zug und die Hebelei fit ist, ist das auch schon was .....

Hast Du mal den Zug unten am Hebel ausgehängt?
- und mal versucht, ob sich der Schnubbel, der sonst am ausrückhebel sitzt, sich bewegt, wenn man am Hebel oben zieht?
Scheint aber wohl soweit zu funktionieren, sonst würde wohl beim Betätigen der Kupplung wie Du unten beschreibst, keine Veränderung auftreten ...
Falls noch nicht, gelgentlich einfach mal probieren, ob das bis runter zum Ausrückhebel ohne Mucken funktioniert .... (der Teufel ist ein Eichhörnchen)

Wie weit lässt sich der Kupplungsgriff durchziehen?
bis an den Lenker? oder läuft er vorher "auf"? blockiert mittendrin?
Eigentlich muss er sich "weich" bis zum Lenker anziehen lassen ....
(und ich hab gerade eine Idee! unten!)




> Deine Vermutung mit dem mechanischem Problem klingt plausibel, der
> Tip gegen "die rohe Gewalt" ist wertvoll und resultiert aus
> der Verzweiflung, aber ich werd´s wohl besser noch aufschieben....


Gewalt macht (fast) immer Bruch und Ärger .....
und noch mehr Verzweiflung .... :teufel:



> Obwohl: "...Wenn Du bei stehendem Motor einen Gang einlegst -
> lässt sich das Möps nicht mehr schiebe..."
- jein - im ersten Moment scheint es blockiert, aber es ist "nur" sehr sehr
> schwergängig. Erst geht fast nix, dann wird´s etwas besser und kaum
> eine kraftschöpfende Pause eingelegt, fangt´s wieder von vorn an.

Also, hier schiebst Du Dein Moped gegen die Kompression der Kolben - das ist soweit erstmal grundsätzlich ok + prima, d.h. das Getriebe überträgt die Drehbewegung des Hinterrades alles durch bis auf die Kurbelwelle ....
Die Kolben verdichten das Gas, überwinden durchs Schieben irgendwann den oberen Totpunkt, dann gehts etwas leichter und das ganze beginnt von neuem .....
Passt ....



> Wirklich extrem zäh, aber der Unterschied zwischen "Gang
> drin" und "Kupplung gezogen" ist tatsächlich noch
> spürbar - nur eben so gar nicht "frei".

ok, das ist schon mal was .... gut beschrieben ...
Häufig übrigens kleben Kupplungen etwas, also so ganz reibungsfrei geht das eigentlich nie
- aber verhältnismäßig leicht beim Schieben ... sollte es jedenfalls ....
Sprich, da sollte ein deutlicher Unterscheid spürbar sein - und der ist nicht, aber ein Unterschied - sehr guter Hinweis, Idee kommt gleich!


>
> Die Markierungen am Ku-Deckel fluchten nach langem Hin- und Her auch.
> Eine tolle Beschreibung, denn genau so, wie Du es beschrieben hast,
> ist es in der Praxis!
> Auch der "Druckmechanismus" - laut Werkstatthandbuch - ist
> wie Du sagst eigentlich keiner. Du solltest eine Überarbeitung der
> legendären Werkstatthandbücher vom bucheli-verlag in die Hand nehmen.
> Dann wird´s authentisch und einfacher... :)

grins!
die drucken das nicht neu, nicht für die TDM!
aber ein bischen wach sein lohnt immer ....
sind noch mehr lustige Stellen drin .... aber im großen und ganzen gehts auch damit ...



> Kann sonst irgendwie das Getriebe mit dem Problem zusammenhängen?

dann könntest Du vermutlich weder schieben noch schalten .....
- also so gut wie gar nicht ....
Das sollte soweit ok sein ....


>
> Du bringst die Verbindung vom Hinterrad zur Kurbelwelle. Was könnte
> dann die Blockade in diesem Bereich sonst noch verursachen?


Also, und nun die Auflösung ......

Warst Du mal dabei, als die Kupplung offen war?

Sprich, war in Deinem Beisein mal der Druckdeckel, aus dem die Zahnstange herausguckt, mal runter?

Hast Du mal den "Zugpilz" mit der Zahnstange in der Hand gehabt, also aus dem Druckdeckel herausgehabt?

Dann müsste da ein Metallring mit "vielen" kleinen Metallrollen dabei gewesen sein, der auf der Zahnstangenseite vom Zugpilz lag, und zwischen dem Pilz und dem Deckel lag
Etwa an der Stelle, wo ein Champignon Lamellen hat?
Beim Auto würde man das das Ausrücklager nennen ....


Jetzt Erklärung warum .....
Also ... der Pilz ragt aus dem Druckdeckel und greift in das Zahnrad der Ausrückhebelwelle ....
Dabei ist er in einer Bohrung - in der er auf das Zahnrad trifft - geführt ....
Betätigst Du die Kupplung, wird der Druckpilz aus dem Motor gezogen .....
Da die Bohrung in der er geführt ist, nicht bis nach Aussen durchgeht
- ist sie also in der Länge begrenzt
- eben nicht "durchgebohrt" .... (sonst würds Ölen)

gut ....

Nimm an, das Ausrücklager wäre nicht montiert ....
Der Pilz ragt demzufolge weiter aus dem Druckdeckel heraus, und läuft demzufolge tiefer in die Bohrung hinein
- und lässt sich demzufolge maximal soweit herausziehen, wie die Bohrung tief ist, dann schlägt er an ...
- gegen Metall, den Gehäusedeckel, bzw den "Boden" der Bohrung .....
Absolut unverrückbar harter Gegendruck ....
Schluß, aus, Ende der Ausrückbewegung .....

Allerdings hat er schon den Druckdeckel - der ja die Kupplung schließt - etwas angehoben .... Deshalb gibt die Kupplung ein klein wenig frei - aber eben, sie trennt nicht richtig ....

Da würde ich suchen ......



Einen hätte ich noch .....
Aber die Teile sollen wohl passen, evtl. korrigieren mich Erich oder Red?

Die 3VD hat eine Kupplungsscheibe weniger, als die Kupplung der 4 TX ... der Gehäusedeckel sollte der gleiche sein .....

Wäre es möglich, das da Teile gemischt wurden, die in der Form Probleme bereiten könnten?
Ist evtl. der Kupplungspilz der 3 VD länger als der der 4 TX?

Würde evtl. der (evtl.) "längere" Pilz der 3 VD in der "längeren" Kupplung der 4 TX meine oben beschriebene theoretische Blockade - Auflaufen in der zu kurzen Führungsbohrung - verursachen?
Ich hab leider keine Teile, an denen ich vergleichen oder messen könnte?
Aber wieder - das ist die einzige Stelle, wo ich die Blockade vermuten würde ....


Noch eine Variante wäre, das der (innere) Kupplungkorb falsch montiert ist, oder das evtl. eine Scheibe fehlt .....
Allerdings müsste sich dann der (innere!) Kupplungskorb mit der Hand ein Stück rein/rausziehen lassen können ....
Und der sitzt eigentlich sehr fest auf der Getriebewelle, und diese sehr fest im Motorgehäuse ....

Solltet ihr die Kupplung, den Korb nochmal aufschrauben - dann schaut doch da nochmal ....
Halte ich aber eher für unwahrscheinlich ....

Versucht nicht die Mutter im inneren Kupplungskorb mit Hausmitteln zu lösen - die sitzt Bombenfast, und man macht leicht was kaputt .... Dafür braucht man nen Werkzeug um den Ku- Korb halten zu können .....




Übrigens, wenn man die Kupplung im Stand ohne Hintergrundgeräusche wie Radio oder Motoren oder was auch immer, zieht
- müsste man hören, wo es klackt, wenn der Anschlag erreicht ist?
Das mal als weitere Ortungsidee?


Grüßle, gute Nacht und gutes Gelingen!


Reinhard
--
Don`t panic, it`s mechanic!

"Wer will sucht Wege; wer nicht will sucht Gründe"

Teamy
Registriert: 06.04.2010 22:09

Kupplung löst nach Standzeit nicht

Beitragvon Teamy » 11.04.2010 22:42

Servus Reinhard - und Forum, falls noch jemand mit liest... ;)

:guru: :guru: :guru: vorab erst mal lieben Dank und dann gleich die Erfolgsmeldung! Die Kupplung trennt!
Die Massnahme war - sämtliche Tips auf Fehlerpotential noch mal auf "trifft nicht zu" geprüft und - ähem - *rotwerd* dann ca. 1 std. :mauer: + :motz: + :-p + noch mal aufbocken, Motor laufen lassen, Gang einlegen und ca. 15 min. im Wechsel zwischen 1. und 2. Gang und Leerlauf laufen lassen. Dann im Leerlauf das Hinterrad per Hand schleifend und zunehmend blockieren lassen - und siehe da, nach ca. 30 min. wurd´s wirklich besser. :hasi:
Daher also doch die "motor muss warm sein" Analyse - nur halt mit gepaart mit SEHR VIEL Geduld.... . Wenn dieser Jubel zu Recht ist, dann muss sie nächstes WE nur noch die richtige Probefahrt bestehen, dann kann sie zum Tüv/Baurat.

Die Anzahl der Scheiben wurde bei dem erneuerten Kupplungskorb angepasst, also reduziert. Auch wenn der alte Korb wohl ok war, hab ich so wenigstens noch eine angebrochene Scheibe gefunden und ersetzen können. :rotate: Aber das war alles schon beim Wechsel des Korbes. Die Abmessungen der beiden Körbe (TRX : TDM = baugleiche Kupplung) sind trotz unterschiedlicher Scheibenzahl exakt gleich. Das ist zwar sehr (!!) verwunderlich und stimmt dennoch.

Was noch interessant klingt: Die Pilzgeschichte. Beim Wechsel des Korbes (jep, bin extrig nach München, um diesen Ku.Korb-Halter zu holen, weil´s ohne einfach nicht geht) ist ja automatisch der "Zugpilz" heraussen. Das Lager hab ich allerdings nicht genauer betrachtet (blöd, dass der Motor jetzt schon wieder zu ist:( würd´s gern auf Deinen Hinweis noch mal anschauen) - für´s Verständnis: wenn ich das richtig verstehe, ist die Markierung am Deckel und Hebel (also Aussen) dazu da, um genau die Variante, dass die Zahräder zwar greifen, aber nicht genug Weg zurücklegen um eine komplette Trennung zu erreichen, zu vermeiden. Oder ist der Zusammenhang falsch?

Gruß und einen guten Wochenstart
Sonja

Teamy

Kruemel
Registriert: 11.12.2005 16:54

Kupplung löst nach Standzeit nicht

Beitragvon Kruemel » 12.04.2010 00:18

Teamy schrieb:
> Servus Reinhard - und Forum, falls noch jemand mit liest... ;)

manchmal ....
;)



>
vorab erst mal lieben Dank und dann gleich die
> Erfolgsmeldung! Die Kupplung trennt!

einwandfrei???
dosierbar? ohne vorherigen Knackharten Anschlag????


> Die Massnahme war - sämtliche Tips auf Fehlerpotential noch mal auf
> "trifft nicht zu" geprüft und - ähem - *rotwerd* dann ca. 1
> std. + noch mal aufbocken, Motor laufen lassen,
> Gang einlegen und ca. 15 min. im Wechsel zwischen 1. und 2. Gang und
> Leerlauf laufen lassen. Dann im Leerlauf das Hinterrad per Hand
> schleifend und zunehmend blockieren lassen - und siehe da, nach ca. 30
> min. wurd´s wirklich besser. :hasi:
> Daher also doch die "motor muss warm sein" Analyse - nur
> halt mit gepaart mit SEHR VIEL Geduld.... .

äh - hääääää??????
Also, eigentlich sollte ne Kupplung auch kalt funtionieren?

Wie lange hat der Motor vor dem Einbau "bewegungslos" gelegen?
Möglich ist auch, das die Scheiben sich "aneinander festsaugen" - am Anfang dann nur schlecht trennen ...
Aber eigentlich .....
- ist das relativ unauffällig .....
Bei mir krachts immer mal, wenn ich nach ner Standzeit von dagen wir 4 Wochen den ersten Gang einlege - kann auch mal sein, das sie dabei ausgeht ...




Wenn dieser Jubel zu Recht
> ist, dann muss sie nächstes WE nur noch die richtige Probefahrt
> bestehen, dann kann sie zum Tüv/Baurat.
>
> Die Anzahl der Scheiben wurde bei dem erneuerten Kupplungskorb
> angepasst, also reduziert. Auch wenn der alte Korb wohl ok war, hab
> ich so wenigstens noch eine angebrochene Scheibe gefunden und ersetzen
> können. :rotate: Aber das war alles schon beim Wechsel des Korbes. Die
> Abmessungen der beiden Körbe (TRX : TDM = baugleiche Kupplung) sind
> trotz unterschiedlicher Scheibenzahl exakt gleich. Das ist zwar sehr
> (!!) verwunderlich und stimmt dennoch.

Das ganze find ich interessant?
zumal der Druckdeckel doch auch in den Korb mit Zähnen eingreift?
Damit ist doch auch der Abstand zwischen dem "Boden" des Korbes und dem Deckel einfach konstruktiv fixiert?
Wie kann da eine unterschiedliche Anzahl Ku- Scheiben dennoch passen?
vielmehr - so herum - mit weniger Scheiben dürfte die Kupplung eigentlich kaum verbinden?
Kann ich mir so kaum vorstellen das das läuft?????

Den Gegenhalter benötigst Du nur, wenn Du den Kupplungskorb lösen willst, da die Haltemutter auch mit ziemlich hohem Drehmoment auf der Getriebewelle angezogen ist, die sich ohne den Gegenhalter mitsamt dem Korb wegdreht ....
Solange Du nur an den Pilz willst, benötigst Du das Ding nicht ...



>
> Was noch interessant klingt: Die Pilzgeschichte. Beim Wechsel des
> Korbes (jep, bin extrig nach München, um diesen Ku.Korb-Halter zu
> holen, weil´s ohne einfach nicht geht) ist ja automatisch der
> "Zugpilz" heraussen. Das Lager hab ich allerdings nicht
> genauer betrachtet (blöd, dass der Motor jetzt schon wieder zu ist:(
> würd´s gern auf Deinen Hinweis noch mal anschauen)

Bei Deinen Symptomen ist das Lager entweder da, oder nicht
- eine Frage wer daran geschraubt hat, wie die Vorgeschichte des Motors ist .....

Oder sagen wir es so herum - eigentlich müsste es da sein - die Wahrscheinlichkeit, das jemand so tröte war, es nicht wieder einzubauen, ist gering
- aber man hat schon Pferde kotzen sehen, genau vor der Apotheke .....



- für´s
> Verständnis: wenn ich das richtig verstehe, ist die Markierung am
> Deckel und Hebel (also Aussen)

richtig, eines ist eine dünne Marke am Gehäusedeckel genau neben der Welle bzw dem Hebel,
das andere eine meine ich eingeschlagene Kerbe oder ein kleiner Zapfen irgendwo am Hebel ......

Den Hebel kannst Du ein Stück verdrehen - nach "hinten", also so als ob Du den Zug weiter lösen würdest, und nach vorn, so als ob Du die Kupplung ziehen würdest ....
Bewegst Du ihn mit der Hand nach vorn - dann kommt irgendwo der Punkt, wo alle Teile - der Pilz und der Druckdelckel - eineinanderliegen, und sich einen Moment weiter abheben würden ....
An diesem Druckpunkt (der ist sehr hart, entsprechend eben den Kupplungsfedern) sollten die Markierungen sich decken (wir reden nicht über einen halben Millimeter!)


> dazu da, um genau die Variante, dass
> die Zahräder zwar greifen, aber nicht genug Weg zurücklegen um eine
> komplette Trennung zu erreichen, zu vermeiden. Oder ist der
> Zusammenhang falsch?

Na ja ...
Sagen wir so - im Prinzip ja ....

Du hast nur eine begrenzte Betätigungsbewegung, dazu eben nur einen kleinen Bereich, in dem auch die Hebel optimal wirken ....
Ohne die Markierung wäre es ein ziemlich hilfloses Gefummel, den richtigen Punkt zu treffen .....


>
> Gruß und einen guten Wochenstart
> Sonja
>
> Teamy


Ebenso!
und vor allem viel Erfolg!


Gruß

Reinhard

--
Don`t panic, it`s mechanic!

"Wer will sucht Wege; wer nicht will sucht Gründe"

Teamy
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Kupplung löst nach Standzeit nicht

Beitragvon Teamy » 11.05.2010 23:30

Hallo Reinhard,

Überlebensmeldung fehlt noch! :D
Alles einwandfrei, Probefahrt hat die Gier noch mal aufleben lassen und war entsprechend ausgiebig. Die Kupplung trennt inzwischen kalt und warm.
Und jetzt ist alles verkauft, Werkstatt aufgelöst. Fertig! :shock2:

Ganz herzlichen Dank noch mal für Deine Hilfe. Es ist doch sehr beruhigend, dass Du die gleichen Fragen stellst. So stell ich mich wohl doch nicht allzu blöd an.:ok:

Und den Kupplungskorb hab ich wohl an die 100 Mal nachgemessen, weil es schlicht nicht logisch ist - es sei denn, der X( :teufel: :gaga: Verkäufer hat mich so richtig über den Tisch gezogen. Nachdem die LiMa auch schon defekt war, liegt diese Vermutung leider nahe. :motz: Dort war nämlich einfach ein "beim-zusammenschrauben-völlig-zerquetschtes-Kabel" die Ursache des Übels. Also vermeidbar, wenn man sauber arbeitet. Aber das fällt aufgrund der langen "Faul-Phase" wohl auch unter "selbst Schuld". :-p
*rotwerd*schäm* Die Lagerzeit des Motors betrug ganze 3 Jahre. Hatte noch die 6-er zum vergnüglichen Fahren...

Ich selbst bin jetzt 2-Rad los, wünsche Dir und allen Bikern aber eine fröhliche Saison und immer genug Grip für mächtig Spaß!

Gruß
Sonja


Teamy


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