Motor nach Wetter regeln?

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Moderator: Überholi

Argus
Registriert: 07.04.2005 22:05

Motor nach Wetter regeln?

Beitragvon Argus » 22.06.2005 08:26

:O Moin TDM-ler,

bei meinem Möhrchen hab ich festgestellt, dass es Tage gibt da läuft die von der Beschleunigung einfach super und Tage, da meine ich, da zieht sie nicht optimal. Wohlgemerkt, die Bedingungen, wie Sprit, Höhenlage pp. sind gleich, bis auf das Wetter.
Ich denke, dass Temparatur und Luftfeuchtigkeit einen Einfluss haben. Daher überlege ich, ob man anhand der CO-Einstellung bei den 900-dern zumindest nach Wochenwetterlage einstellen sollte (geht mittlerweile innerhalb einer Minute). Jetzt wäre es interessant, dass in der Praxis zu testen. Bevor ich mich ans testen mache, interessiert mich aber euer Eindruck; ob ihr das auch so seht. Wenn ja, wäre es interessant, Tabellen zu entwickeln.
Jetzt überlege ich, ob bei warmen Wetter, so ab 25 Grad das Gemisch fetter oder magerer eingestellt werden muss. Ich denke magerer, weil durch die Hitze die Verdunstung/Verteilung des Sprits besser sein müsste, im Winter dann konsequenter weise fetter; oder falsch gedacht?:rolleyes:

Noch 2 Randbemerkungen: Spritverbrauch mit K%N Filter jetzt 5,5 Liter bei zügiger, heißt meisten über 4000 U liegender Fahrt. Ich meine zu viel, zu fett eingerstellt (22)
:shock2: Schock: Lenkerenden abgeschraubt und Rost !! Maschine im April gekauft, das dürfte nicht sein.:-p

Argus
--
Holzauge sei wachsam

Roman
Registriert: 02.05.2002 08:27

Motor nach Wetter regeln?

Beitragvon Roman » 22.06.2005 09:20

Moinsen,

also bei der 4TX mit Vergaser bilde ich mir das auch ein. Läuft bei feuchter, kühler Luft irgendwie besser (wenn es nicht zu kalt ist), muss wohl am Sauerstoff liegen...


Gruss
Roman

--
2000er 4TX
Black, was sonst! :smokin:

FlauerLischer
Registriert: 05.04.2004 19:10

Motor nach Wetter regeln?

Beitragvon FlauerLischer » 22.06.2005 09:55

Hallo Argus,

war zufällig gestern bei meinem Händler um Teile abzuholen und habe mich dort mal erkundigt nach CO Messanschlüssen für die RN08, die ja noch im Krümmer passende Abgänge hat. Yamaha will für die 2 Einschraubrohre 97€ haben, was ich dankend abgelehnt habe.X( Aber- der Chef wollte wissen wozu?
wir kamen ins Gespräch, da die neueren Modelle diese Schraubanschlüsse nicht mehr haben. (er sagt- wegrationalisiert, er hat für Einstellarbeiten im Neuzustand Krümmer mit Anschlüssen liegen)
und: der CO wird nur einmal eingestellt bei der Auslieferung und geprüft bei der ersten Inspektion, da er sich nicht mehr verstellen kann, wegen ECU, ist ja alles elektronisch.:(
Da meine Einstellung unterschiedlich ist L+R, wollte ich wissen ob das normal sein kann-
aber sicher, resultiert aus den unterschiedlichen Strömungsverhältnissen L+R.
Bei meiner ist L+12 und R-6. Mit diesen Einstellungen hat meine auf der Rolle 86,5 PS, also völlig OK.:look:
Er sagt auch, das Messen hinter dem Kat ist zu ungenau, um es vernünftig hinzubekommen.
Also wenn der Mann recht hat...
Dann rate ich euch nicht dazu, selber an diesen Einstellungen rumzufummeln, könnte einen Katschaden nach sich ziehen, der spätestens mit den neuen Bestimmungen auch für Motorräder bzgl. Abgasen teuer werden kann.8o

Dein Problem mit der Witterung: geht jedem Motor so, dass er auf den Luftdruck und die Luftsauerstoffdichte reagiert. Die Lambdaregelung sorgt dafür, dass zumindest die Abgase immer stimmen, heisst dass der Motor immer im Optimum läuft.

nu mach was draus
Gruß
Harald

Werner-XJ
Registriert: 24.03.2004 00:20

Motor nach Wetter regeln?

Beitragvon Werner-XJ » 22.06.2005 10:20

Hallo zusammen ,

eigentlich dürfte sich das mit der Veränderung der Luftdichte , bei der 900derter , nicht bemerkbar machen .

Gibt dafür extra nen Sensor , genauso wie es einen bzw. zwei für die Temp. gibt .

Verändern lässt sich der Wert am Tacho ja von -128 bis +128 , das was ich bis jetzt verstellt habe ist max 13 Zähler nach fetter , also ins + .

OK , sind allerdings auch einige änderungen passiert bzw. gemacht worden .

Dem Kat dürfte das eigentlich nichts ausmachen . Dieser lebt ja eigentlich von dem fettern Gemisch . Irgendwoher muss der ja auf Temp. kommen . Und das geht halt nun mal mit nem fetteren Gemisch .

Der Spritverbrauch von 5,5 Litern ist für ne zügige Fahrt , wo auch die 2 te Luftklappe öffters offen steht als zu , doch OK .

gruß

Werner
--
Aber geht nicht , gibts nicht , wenn dann heißt das ich kann´s nicht .

vivelafrance
Registriert: 26.04.2005 12:24

Motor nach Wetter regeln?

Beitragvon vivelafrance » 22.06.2005 10:59

hmmm, ich erinnere mich da dunkel an die anfänge der einspritzung bei den dosen:

ursprünglich war es so, dass die luftmenge gemessen wurde, mittels stauklappe im ansaugstrom. diese messung hat die unterschiedliche zusammensetzung der luft nicht berücksichtigt.

moderne anlagen messen die luftmasse und die temperatur der ansaugluft (bei der R1 kann man sich die sogar anzeigen lassen, ist der wert vom sensor der einspritzung) . bei der massenmessung wird ein im luftstrom liegender platindraht erwärmt und die energie, welche zugeführt werden muss, damit die temperatur des drahtes konstant bleibt, wird vom einspritzrechner verwendet, um die luftmasse zu bestimmen.

wie gesagt, dunkel, vielleicht weiss es einer noch besser und kann eventuell sagen, wie die einspritzung des mmchens funzt. sollte das ebenfalls über luftmassen-messung gehen, sollten in der tat die unterschiedlichen umgebungsbedingungen weniger spürbar sein.

soweit die theorie. meine persönlichen erfahrungen sind (natürlich subjektiv) durchzogen. die ex-R1 und das mmchen waren mit mir schon auf 2800-3000m pass-strassen (col de l'iseran, bonnette), wobei ich keinen leistungsverlust feststellen konnte (ok bei der R1 egal, ob 160 oder 170PS, aber beim mmchen hätte man es schon merken müssen).
andererseits habe ich bei meiner ziemlich modernen aufgeladenen dose (Volvo V50 T5) manchmal den eindruck, dass trockene und vorallem kältere luft sich positiv auf die leistung auswirkt.
höhenabhängig also nicht zwingend, aber wetterabhängig (feuchtigkeit)?

also ein nicht ganz einfaches thema habt ihr da angeschnitten, finde ich. aber dennoch interessant... ;)


gruss,

andi
--
2005 TDM 900A silver tech
Zuletzt geändert von vivelafrance am 22.06.2005 11:02, insgesamt 1-mal geändert.

Werner-XJ
Registriert: 24.03.2004 00:20

Motor nach Wetter regeln?

Beitragvon Werner-XJ » 22.06.2005 11:18

Hallo zusammen,

Luftmengen oder Massen messung gibts so in der Art nicht bei der TDM .

Es geht mehr über die Drosselklappenstellung , Lastzustand " Da gibts2 Sensoren , innerhalb und außerhalb des Luftfilterkastens , Drehzahl , Temp . von Wasser und Luft .

Nen Hitzedraht oder ne Klappe gibts für die Luftmessung nicht .

Das ganze wird dann im Micro Rechner mal ordentlich durch geschüttelt ;) und an die Einspritzung - Zündung wieder raus gegeben ;D ;D

Wobei das Motorsteuergerät noch andere Sachen ansteuert :look:

gruß

Werner
--
Aber geht nicht , gibts nicht , wenn dann heißt das ich kann´s nicht .

tdmschurli
Registriert: 03.05.2002 13:06

Motor nach Wetter regeln?

Beitragvon tdmschurli » 23.06.2005 10:14

Hallo!
Ich denke die ganze Einstellerei können wir uns sparen, weil's ned viel bringen wird. Das unterschiedliche Laufverhalten des Motors resultiert natürlich asu den Umgebungsbedingungen, was ja bei jedem Motorrad so ist, aber ich denke mal das der ausschlaggebenste Faktor noch immer wir selbst sind!! Sind wir wirklich jeden Tag absolut gleich gepolt oder verhält sich der menschliche Organismus jeden Tag anders??
Ohne auf diese Frage eine wirklich eindeutige Antwort geben zu können würd ich den ganzen Schmafu mit der Einstellerei über's Display bleiben lassen. Noch dazu wo ja die Frage nach den unterschiedlichen Einstellwerten noch nicht restlos geklärt ist (die unterschiedlichen Strömungsverhältnisse sind schon mal ein guter Ansatz).

Meiner Meinung nach viel wichtiger ist zu wissen wie es dem Motor thermisch so geht - und da ist eine Öltemperaturmessung die einzig praktikable Lösung. So weis ich zB das im "Schüttregen" die Öltemperatur innerhalb von 5 Minuten um 30°C fallen kann oder bei Paßabfahrten zwar die Wassertemperatur abfällt, das Öl aber fast am gleichen Niveau bleibt. Mit diesen Informationen nimm ich's meinem Motor nicht übel wenn er "scheinbar" etwas anders läuft als sonst üblich.

Übrigens Verbrauch: Mit K&N-Filter, Bos-Anlage und nach einer Zubringeretappe auf der Autobahn ausgefahren braucht meine 900er knappe 4 Liter. Das ganze in einem Mix aus Paßauf und Abfahrten, Landstraßenbummelei und Hetzerei, ein wenig Offroad und ein paar Kilometer Stau in Lichtenstein. Mitfahrende 4TXe, Varaderos und KTM LC8 brauchten da im Schnitt ein bis zwei Liter mehr.

I bin z'frieden mit meiner 900er und stell nix umadum!

Georg aus Wien
;D ;D ;D
--
"Verlaßt die Welt ein wenig besser wie ihr sie vorgefunden habt!" (Lord Baden Powell, Gründer der Pfadfinder)


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