Rost und Korrosion an neuer TDM

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Moderator: Überholi

Benni850
Registriert: 13.12.2004 18:44

Rost und Korrosion an neuer TDM

Beitragvon Benni850 » 10.01.2006 19:49

Ach ja

habe was vergessen zum Thema Kettenfett :p

Kettenfett ist wohl einer der grössten Schmutzquellen,dürfte aber nicht so einen Rost verursachen.Sonst wäre die Kette wohl sehr sehr schnell am Ende.

Grüße ausm Schwarzwald
--
(Leistung satt,ohne Kat)

Atlantis
Registriert: 25.08.2005 12:24

Rost und Korrosion an neuer TDM

Beitragvon Atlantis » 22.01.2006 19:15

Hallo zusammen,
das mit der Korrosion sieht wild aus. Hab meine TDM auch 2005 neu gekauft aber diesbezüglich keine Probleme. Ich hatte vorher eine 600er Fazer, bei der die Schrauben auch plötzlich weiss ausblühten. Ursache: einfach zuviel fettlösender Reiniger. Abhilfe und wirklich bestes Reinigungsmittel ist WD40, das im Handbuch auch oft genannt wird. Seitdem ist das Problem nie wieder aufgetreten. Man kann durch die Mittelchen, die für viel Geld im Zubehör angeboten werden mehr kaputt machen als pflegen. Bei normaler Verschmutzung ist Wasser als wirksamstes Lösemittel bestens bewährt. Laßt um Himmels Willen die Finger von den Zaubertränken. Kettenfett am Hinterrad löst sich super mit etwas Petroleum. VA kann übrigens sehr gut rosten, wenn man die vorhandene Oxidschicht, die die Oberfläche versiegelt entfernt. Z.B.mit Bürsten einer einer normalen Eisenbürste oder aggressiven Mitteln. Die klare, schützende Oxidschicht wird dabei beschädigt. Gleiches gilt für Alu. VA nur mit einer VA Bürste behandeln! Ansonsten werden Unreinheiten in die Oberfläche indiziert, die eine Korrosion auslösen. Ich frag mich nur, wie vergammelt die Mopeds sein sollen, um den Einsatz der chemischen Keule zu rechtfertigen. Es ist doch zumutbar, daß man mit dem Lappen das Moped vom Straßendreck befreit. Ich kann die Leute nicht verstehen, die lieber eine Dose Wundermittel verbraten und zuschauen wollen, wie der Schmutz von Geisterhand bewegt sich in Luft auflöst. Schon mein Opa sagte schon immer: wer gut schmiert, der gut fährt. Meine Empfehlung an alle: nehmt einen sauberen Lappen, WD 40 drauf und legt einen leichten Film auf alle unlackierten, metallischen Oberfächen. Von dem gesparten Geld haut Euch den Tank der TDM voll.
VA heißt übrigens Versuchanordung von Thyssen Krupp Stahl. z.B V4A war die 4. Versuchsanordnung und heißt heute 1.4571.
Die Bandbreite von nichtrostendem Stahl ist riesig. Das geht vom besseren Gießkannenblech der auch rosten kann bis hin korrosions- und hitzebeständigem Material. Evtl. war es hier wohl korrosionsbeständig aber nicht hitzebeständig.

Sorry für die Klugscheisserei!

Jürgen
--
Immer eine handbreit Fahrtwind zwischen Lenker und Asphalt!

heisau
Registriert: 24.07.2005 19:40

Rost und Korrosion an neuer TDM

Beitragvon heisau » 04.02.2006 17:18

Ich habe gerade von den Korrosionsproblemen gelesen. Meine TDM 8/06 hat diese Rostansätze nicht, sie wird auch im Winter bei allerdings trocknen Strassen bewegt und nicht allzu häufig gewaschen. Chemische Reiniger setze ich bei diesem Motorrad erstmals nicht ein. Kettenfett entferne ich z.B. von der H-Felge mit Balistol-Spray.
Auch die Schraubenköpfe bekommen einen leichten Überzug damit. Der Auspuff ist zur Zeit mit einer Schmutzschicht überzogen, hatte vor dem Winter keine Gelegenheit zum Putzen. Rost ist da jedenfalls nicht zu sehen. Balistol ist vergleichbar mit dem Wundermittel WD40, etwas teurer, aber sehr ergiebig.

Grüsse von Heisau, der von der TDM echt begeistert ist (vorher BMW Eintopf)

Limbo
Registriert: 27.03.2005 21:43

Rost und Korrosion an neuer TDM

Beitragvon Limbo » 04.02.2006 18:13

Auch meine TDM Bj. 03/05 habe ich schon mehrfach mit chemischem Reiniger und professionellem Hochdruckdampfstrahler gereinigt.

Dabei achte ich aber darauf, dass der Reiniger nach 2-3 min Einwirkzeit gründlich abgewaschen wird, und auch die dabei entstehenden Spritzer entfernt werden. Unser Reinigungskonzentrat soll übrigens 1:30 verdünnt werden.

Mit der Hochdruckdüse bleibe ich auch immer ca. 1m vom Möppi weg, nur an den Felgen gehe ich näher heran. Die Themperatur stelle ich auf 60° C ein, damit das Möppi schneller trocknet. Um Wasserflecken zu vermeiden gehe ich zum Schluß nochmals mit einem Leder oder weichen Lappen über die sichtbaren Teile.

An meiner TDM 900A gibt es solche Roststellen bisher nicht. Ich fahre auch bei Regen, und war bis Ende November mit dem Möppi unterwegs, allerdings steht das Möppi zuhause und auf der Arbeit unter Dach.

Die Korosion an der Bremsleitung und die weißen Rückstände am Motorblock sehen wirklich nach Einwirkung scharfer Mittel aus. Hast Du dein Streusalz neben der TDM gelagert?

Limbo
--
Wenn ich Schuhe und Strümpfe ausziehe, kann ich bis zwanzig zählen.

Mätti
Registriert: 04.01.2005 12:50

Rost und Korrosion an neuer TDM

Beitragvon Mätti » 03.08.2006 10:07

Hallo,

auch meine Mühle (EZ03/2005, Bj. 2004, 14000km) hat Roststellen an den Schweißnähten vom Auspuff und die weißen Ausblühungen an den Bremsleitungsanschlüssen. Ich habe S100 Reiniger benutzt. Außerdem rosten die Bremsscheiben vorne in den Löchern und außerhalb der Bremsfläche. Weiterhin ist die Eloxierung des "Gepäckträgers" schon abgeschabt, an der Motorlackierung gibt es Abplatzer und da wo die Knie an den Tank kommen ist auch der Lack schon stumpf.
X(
Machen wir uns nix vor. Die TDM gehört trotz ihrer Vorzüge zu den preiswerteren Maschinen. Man sieht, dass auch Yamaha unter Preisdruck steht und die eine oder andere Komponente billig macht. So lange es nur optische Sachen sind und mir die Bremsschläuche nicht irgendwann platzen ist es mir relativ egal.

Gruß
Matthias
--
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Zwei sind genug!!!

catboot
Registriert: 23.05.2002 22:48

Rost und Korrosion an neuer TDM

Beitragvon catboot » 03.08.2006 10:19

elcheve schrieb:

Hi ho,

> auch meine Mühle (EZ03/2005, Bj. 2004, 14000km) hat Roststellen an
> den Schweißnähten vom Auspuff

Ui ui, das ist gar nicht gut. Ich mache Dir ein Angebot: Ich entsorge Deine TDM (Du stellst sie mir in die Hofeinfahrt) und das kostet Dich gerade mal einen Kasten Augustiner. Deal?


> Machen wir uns nix vor. Die TDM gehört trotz ihrer Vorzüge zu den
> preiswerteren Maschinen.

Bitte?!?!8o 8o 10 kEur für ein Mopped halte ich nicht für billig...


Gruß,
Michael
Berilac Chubb-Baggins [ img ]
--
[comic][f1]TDM900 "Cassandra" 28 Mm
TDMF#213 | Die Entstehungsgeschichte des TDMF[/f1][/comic]

ilwise
Registriert: 04.07.2002 12:20

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Beitragvon ilwise » 03.08.2006 13:17

aber hallo!!

Bei dem aufgerufenen Listenpreis für die TDM kann man ja wohl nicht sagen, dass Yamaha hier unter Preisdruck steht. Für die gleiche Kohle bekommst du ja fast schon einen Kleinwagen hingestellt. Sollten bei dem solche Schäden zu erkennen sein, dann ist das dort wohl ein Garantiefall.

Die Sache mit dem hochaggressiven Reiniger kommt mir etwas spanisch vor. Es könnte zwar vorkommen, ist aber eher unwahrscheinlich, da man den Reiniger ja nicht 3 tage einweichen lässt, sondern nach kurzer Einwirkzeit abspült.

Nach so kurzer Zeit dürfen solche Schäden nicht auftreten, es sei denn es handelt sich um einen Materialfehler ab Werk oder es ist Billigmaterial (wie häufig bei den Billigteilen von Suzuki) verwendet worden.

Bei der km-Leistung besteht nach einigem Hin- und Her sicher auch die Möglichkeit zur Wandlung des Kaufvertrages. Spätestens dann oder mit "advokats Liebling" sollte Bewegung in die Sache kommen.

Der Händler ist nur ausführendes Organ des Herstellers, er muss sich vergewissern, in wie weit ein Kulanzanspruch besteht. Dafür sollte er sich ins Zeug legen, denn wenn der Anwalt eine Wandlung durchdrückt, dann sitzt er auf dem Hobel.
So hat Händler und Hersteller die Möglichkeit zu entscheiden: eine Wandlung ist die unangenehmste Lösung, das tauschen von Teilen ist deutlich einfacher. Wenn man sich darauf einigt, ist jeder Seite damit gedient. Da sollten vielleicht auch noch ein paar Schrauben für die Bremse drin sein...

Rainer
--
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... ohne murren soll sie schnurren ...

Limbo
Registriert: 27.03.2005 21:43

Rost und Korrosion an neuer TDM

Beitragvon Limbo » 03.08.2006 17:58

Ob ein Schaden an der TDM von Yamaha als Garantiefall abgewickelt wird, kann der Händler nur aus seiner Erfahrung einschätzen.
Normalerweise dokumentiert, und meldet der Händler den Sachverhalt an Yamaha, und Yamaha entscheidet, ob sie den Garantieanspruch anerkennen. Mir sind Fälle bekannt, wo der Kunde sein Bike nochmals zum Händler bringen mußte, und ein Yamaha Außendienstler den Schaden beäugt hat.

Wenn Yamaha den Schaden nicht als Garantiefall anerkennt, und die Kosten für die Beseitigung nicht tragen will, bleibt Dir außer der Kostenteilung mit einem entgegenkommenden Händler nur der Gang zum Gericht.
Hierfür mußt Du aber ein Gutachten haben, dass Du vorher berappen mußt. Yamaha kommt dann vielleicht noch mit einem Gegengutachten.
Der Richter kennt nur Gesetze, aber keine Metalleigenschaften. Deshalb bestellt das Gericht einen Obergutachter. Der Obergutachter hat natürlich einen guten Namen, und das Gericht folgt seiner Ansicht. Was aber im Gutachten steht, gibt seine Meinung wieder, die er sich aus den Dingen gebildet hat, die er gesehen hat. Er muß aber nicht Alles gesehen, und richtig interpretiert haben. Folglich muß im Gutachten auch nicht Alles den Tatsachen entsprechen. Weil der Gutachter aber Herr Doktor oder Herr Professor ist, folgt das Gericht seiner Ansicht.

Zu den Schäden an verschiedenen Fzg-Teilen und Materialien, im Zusammenhang mit den weißen Flecken, vermute ich auch zu scharfen, oder falschen Reiniger, der nicht vollständig, oder zu spät abgespült wurde.
- Nicht böse sein, ist nur meine "unmaßgebliche Ferndiagnose".

Ich nehme auch "das Zeug, das wir in der Firma haben". Aber wie ich oben schon schrub, wird das Zeug 1 : 30 verdünnt. deshalb nehme ich nie den Reiniger, den "Irgendwer" mal angemischt hat, sondern den, den ich selbst abgemessen, und gemischt habe. 2x mit Waschkonzentrat 1: 50 waschen ist viiel besser, als 1x den Lack mit der Mischung 1: 20 den Lack zu ruinieren.

Nur sprühen, düsen und spritzen macht kein Fahrzeug sauber. Der angelößte Schmutzfilm muß auch mit wischen, bürsten oder pinseln entfernt werden.
Erst danach kann man den gelößten Schmutz und die Rückstände vom Reiniger gründlich abspülen.

Wo es möglich ist, reibe ich mein Möppi sogar wieder trocken, und wenn das Bike gut abgetropft ist, pflege ich die Kette und andere empfindliche Stellen wieder mit dem Richtigen Schmierstoff ein.

Es zahlt sich übrigens bei der nächsten Reparatur, Wartung oder bei der Werterhaltung aus, wenn man beim Schrauben alle Gewinde vor dem Eindrehen etwas fettet. Nur so hat man immer gute Chanchen, die Schrauben später unvergnaddelt wieder herauszubekommen.

Limbo

--
Wenn ich Schuhe und Strümpfe ausziehe, kann ich bis zwanzig zählen.

aktivbiker
Registriert: 10.05.2004 17:45

Rost und Korrosion an neuer TDM

Beitragvon aktivbiker » 03.08.2006 22:58

Aus eigener Erfahrung weiss ich heute: Nur der Anwalt hilft- vielleicht!
Die Werkstatt des Vertrauens schickt ein Foto an Yamaha. Die lehnt ab, da immer der Halter Schuld hat- so oder so.
Daher: Nie wieder eine neue Yamaha! Versprochen!:teufel:

P.S. der „ Rost“ an Krümmer und Rohren geht mit V2A- Spiralen zur Kochtopfreinigung und Metallpolish wieder weg. Sehen anschließend wieder wie neu aus.

--
RN 08, 03er, 900er, über 30Tkm

DARKMAN
Registriert: 01.05.2002 20:43

Rost und Korrosion an neuer TDM

Beitragvon DARKMAN » 04.08.2006 08:40

@aktivbiker

das ist aber egal welcher hersteller das ist, es gibt sogar solche hersteller die 3,8mm axialspiel zwischen schwinge und rahmen als fertigungstoleranz einstufen und sagen alles ok das passt schon.
Gruß DARKMAN

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