Wie kann man die Benzinpumpe der 3VD verbessern?

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Moderator: Überholi

kaiglaz
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Wie kann man die Benzinpumpe der 3VD verbessern?

Beitragvon kaiglaz » 30.10.2005 15:00

Tach allerseits,

Ich sollte vorgestern mit der Karre zur Importprüfung, hat aber nicht geklappt.
Erstmal vergessen Benzinhahn aufzumachen (also eigene Blödheit), da fiel die Kiste nach 500m natürlich still. 8o
Hahn auf, starten, hat 'ne Ewigkeit gedauert bis sie angesprungen ist.
OK, weiter, hab' mir gemerkt, nach der Prüfung zu tanken, weil nur ca. 4 Liter im Tank waren.
Auf der Bahn sind meine Gedanken dann abgeschweift, von wegen was alle noch zu machen sei, fängt sie an zu husten, ich merk das zu spät, wieder aus. Nicht rechtzeitig auf Reserve umgeschaltet. (OK, ich weiss, auch wieder eigene Blödheit 8o 8o )
Hahn auf Reserve, braucht natürlich wieder dieselbe Ewigkeit, das hat der Batterie den Rest gegeben, starten war nix. (Importprüfung auch nicht, 90€ im Sand gesetzt).

Gut, jetzt hab ich schon mal auf die eigene Blödheit hingewiesen, Trotzdem stört es mich aber, dass die Benzinpumpe der 3VD den Saft bei leeren Schläuchen fast nicht zum Versager gepumpt bekommt; vor allem nicht wenn der Benzinpegel niedrig ist, die Schwerkraft also nicht mithilft. Und minutenlang orgeln lassen schafft natürlich die Batterie, vor allem im Winter.

Problemfall Pumpe 3VD also:
Die Suche nach dem Begriff "Benzinpumpe" ergibt hier zuviele Treffer, als dass ich viel Vertrauen in die Origenolkonstruktion aufbauen könnte.

1. Wenn ich die Pumpe überhole (Membrane?), darf ich dann eine deutlich bessere Leistung der Pumpe erwarten, speziell im Bezug auf das ansaugen des Benzins? Kostenpunkt?


2. Die spätere 4TX hat eine elektrische Benzinpumpe, ich hab bei Conrad eine elektrische Benzinpumpe für 22 Eier ausgemacht, die lt. Daten wohl funktionieren würde:
www.conrad.de, Artikel-Nr.: 224413 - 62, 12 V Zahnradpumpe 190
Nur wie würde man die anschliessen? Ich denke, die braucht eine Rücklaufleitung, weil sonst die Schwimmerkammer überläuft. Ich hab da mal einen Schema gebastelt:
[ img ]
Meint ihr, dat geit?

Ciao, Kai

PS: Trotz einiger Hinweise auf der eigenen Blödheit dürft ihr noch ein paar Postings darüber meckern, sagen wir max. 10 Stück?
Zuletzt geändert von kaiglaz am 30.10.2005 15:36, insgesamt 1-mal geändert.

reddi
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Beitragvon reddi » 30.10.2005 18:01

Hallo,
Also eine "Rücklaufleitung" brauchst Du bestimmt nicht da der Schwimmer im Vergaser das Ventil schließt und somit die Pumpe nicht mehr pumpen sollte, weil der Druck zu hoch geworden ist. Solte Sie trotzdem weiterpumpen dann lass die Finger davon, denn sonst wird der Sprit durch das Ventil gepresst und dein Moped fährt fetter (hoher Verbrauch).

Kauf Dir doch einfach eine Originale von Yamaha für die 4TX z.b. .->Kostet auch nicht die Welt.



mfg
reddi
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jos

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Beitragvon jos » 30.10.2005 19:29

Erstmals moechte ich betonen das der ausere Benzinhahn beim 3VD einen sehr deutlich ansagt wie weit man noch fahren kann. Wenn es unter einen anfaengt zu stottern, sind da unter die meist unguenstigsten Umstaenden immer noch 3 mal 15 km drin :p . Meine Frau die 4TX faehrt musz da schon auf ihre Benzinuhr trauen :teufel:.

Ich habe mal gelesen das es beim ausfallen der Benzinpumpe es genuegt diese zu umgehen. Zwar war da genuegend Benzin vorhanden um durch Schwerkraft die 3VD am laufen zu halten. Wenn eine Einwegsperre eingebaut wird, koennte eine immer anwesende Umgehungsleitung vielleicht die Loesung sein ?( ?
Zuletzt geändert von jos am 30.10.2005 19:30, insgesamt 1-mal geändert.

kaiglaz
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Beitragvon kaiglaz » 30.10.2005 22:08

reddi schrieb:

> Also eine "Rücklaufleitung" brauchst Du bestimmt nicht da der Schwimmer im Vergaser das
> Ventil schließt und somit die Pumpe nicht mehr pumpen sollte, weil der Druck zu hoch geworden ist.

Die Pumpe muss sich drehen, weil sonst dessen E-motor durchbrennt.

> Solte Sie trotzdem weiterpumpen dann lass die Finger davon, denn sonst wird der Sprit durch das
> Ventil gepresst und dein Moped fährt fetter (hoher Verbrauch).

Und das genau war der Grund, eine Rücklaufleitung einzubauen.

Ciao, Kai

kaiglaz
Registriert: 16.04.2005 19:16

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Beitragvon kaiglaz » 30.10.2005 22:18

jos schrieb:

> Ich habe mal gelesen das es beim ausfallen der Benzinpumpe es genuegt
> diese zu umgehen. Zwar war da genuegend Benzin vorhanden um durch
> Schwerkraft die 3VD am laufen zu halten. Wenn eine Einwegsperre
> eingebaut wird, koennte eine immer anwesende Umgehungsleitung
> vielleicht die Loesung sein ?( ?

Dann fragt sich natürlich, wieso es überhaupt eine Spritpumpe gibt. ?(
Ich denke, bei vollem Tank reicht die Höhendifferenz Benzinpegel-Vergaser aus, um den Saft in den Versager zu kriegen; wenn der Sprit aber auf Reserve-Pegel steht , ist diese Höhendifferenz zu klein. Eine direkte Leitung fördert dann wahrscheinlich auch kaum.
Als ich nach dem Debakel den Tank randvoll gemacht habe, hat sie danach auch sofort gestartet.

Ciao, Kai

HPausSalzburg
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Wie kann man die Benzinpumpe der 3VD verbessern?

Beitragvon HPausSalzburg » 31.10.2005 15:43

Hallo

Habe da noch ein Frage wegen der Rücklaufleitung

Glaubt Ihr nicht, daß die Rücklaufleitung in den Tank gehört ?

So wie die Zeichnung ist, würde ich ja einen zusätzlichen Druck aufbauen zwischen Pumpe und Filter, da ja der Filter nur in eine Richtung durchlässt.
Und die Pumpe nur eine gewisse Menge wegarbeitet.

Oder ist das nicht so ?


Gruss

--
HP aus Salzburg

TDM 850 3VD Bj 93
Very Dark Violet Cocktail 1

reddi
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Beitragvon reddi » 31.10.2005 17:25

kaiglaz schrieb:
> Die Pumpe muss sich drehen, weil sonst dessen E-motor durchbrennt.



Deshalb wird die Pumpe ja auch über ein Relais (Benzinpumpenrelais) gesteuert das die Pumpe (E-Motor) bei Bedarf an und aus schaltet.

ALso ist keine Rücklaufleitung notwendig



Lg
reddi
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jos

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Beitragvon jos » 31.10.2005 19:42

Theoretisch pumpt die Pumpe in einem Kreis wenn der Vergaser kein Benzin verbraucht, Sobald der Vergaser Benzin verbraucht wird der Kreis aus dem Tank nachgefuelt. Ich denke, es ist die Pump egal wie hoch der Druck vorne und hinten ist, hauptsache sie kann sich drehen. Und wenn man die Ruecklaufleitung unterdimensioniert bleibt immer einen leichten Ueberdruck an die Vergaserseite.

Auch ich aber wuerde die Ruecklaufleitung zum Tank verlegen. Die Pumpe koennte Schaum klopfen und damit ihre Foerderung beeintraegtigen. Rueckfluss zum Tank behebt dieses Problem genau wie beim Dieselmotor.
Zuletzt geändert von jos am 06.11.2005 11:01, insgesamt 1-mal geändert.

Saubraten
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Beitragvon Saubraten » 01.11.2005 09:39

Hallo Kai,
ohne Rücklaufleitung wird das ein Desaster. 3,5 bar hält kein Schwimmernadelventil aus.
Was passiert mit Rücklaufleitung?
Der Druck sinkt auf Höhe der Leitungsverluste ab. Nach Darcy-Weisbach ist die Verlusthöhe durch Rohrreibung ca. 0,1bar (4mm Schlauch, 20cm lang, 2m/s Strömungsgeschwindigkeit, Rohrreibungsbeiwert 0,1). Sonstige Verluste durch Armaturen ca. 0,05 bar.
Somit ergibt sich ein Druck von 0,15 bar in der Leitung zum Vergaser. Anschaulich: 1,5m Wassersäule. Das müssten die Schwimmernadelventile aushalten. Jedoch dreht die Pumpe mit 8500 1/min und wird wohl ein mehr oder weniger lautes, nerviges Summen abgeben.

Gruß
Wolf-Dieter

--
Der mit den Mücken auf dem Rücken.

4Cfix Braujahr 97 0,064 Gm und gelblich
www.saubraten.de

kaiglaz
Registriert: 16.04.2005 19:16

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Beitragvon kaiglaz » 06.11.2005 01:52

Moin Wolf-Dieter,

Ich wollte die Leistungsaufnahme der Pumpe auch etwas begrenzen, wegen Lebensdauer und Stromverbrauch. Förderleistung und -druck sind ja eh höher als nötig.

Ein Kollege hatte noch 'ne andere Möglichkeit, um den Sprit zum Vergaser zu bekomen: Tankdeckel auf und reinblasen. Muss dazu sagen, dass er ein ziemlich gefülltes Antlitz hat.

Ciao, Kai

Yamaha-Men
Registriert: 13.07.2004 18:41

Wie kann man die Benzinpumpe der 3VD verbessern?

Beitragvon Yamaha-Men » 06.11.2005 13:13

Hey Kai,

warum willst du die Benzinpumpe optimieren ? ?(
Rechtzeitig Tanken dann gibt es keine Probleme

Grüße aus Freiburg


yamaha-men
--
[red]Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, das er tun kann was er will, sondern darin, das er nicht tun muss was er nicht will (Jean-Jacques Rousseau)[/red]

Jens
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Beitragvon Jens » 06.11.2005 14:15

Moin,

oder einfach rechtzeitig umstellen..

Mit ner intakten Batterie kann man auch mal etwas Orgeln, dann einfach Chocke ziehen und die Kiste spriongt sofort wieder an.

Nach 3-4mal umschalten hat man es aber raus, wenns ruckelt und die kleine mehr sprit braucht, also umgeschaltet werden muß.
Also wie unsere Yamahamen schon sagen, kein grund ne komplizierte Pumpe reinzubasteln...



:hasi: :hasi:
Ciao
Jens

TDMF-Megatreff´06-OrgaTeam
--
Mit
meiner kleinen Dicken ´97er 4TX mit 124Mm
meiner kleinen Bockigen ´86er XT600 43F mit 33Mm
und meiner neuen silber/schwarzen ´97er 4TX mit 37Mm
TDMF#7

Werner
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Wie kann man die Benzinpumpe der 3VD verbessern?

Beitragvon Werner » 07.11.2005 08:21

Hallo kaiglaz,

> Hahn auf Reserve, braucht natürlich wieder dieselbe Ewigkeit, das hat
> der Batterie den Rest gegeben, starten war nix.

Die Benzinpumpe ist dafür da, daß die Schwimmerkammern nicht leer laufen, wenn der Motor viel Benzin benötigt.

Insofern hast Du gleich 2 Fehler gemacht.
Den ersten hast Du ja schon erkannt, wenn der Benzinhahn zu ist / ggf. nicht auf Reserve steht, dann laufen die Schwimmerkammern leer.
Der 2. Fehler: Wenn die Schwimmerkammern und damit auch die Pumpe leergelaufen ist, dann bringt es nichts starten zu wollen, denn eine leere Membranpumpe fördert fast nix.
wenn die Pumpe leer ist, dann hilft nur warten, bis die Schwerkraft die Pumpe geflutet hat. Startversuche sorgen nur dafür, das man noch länger warten muß (und das man sich die Batterie leer orgelt).

Du hättest Dich also nur an den Rand stellen brauchen, gemütlich 'ne Zigarette rauchen oder ein Kaugummi kauen sollen. Danach hättest Du starten können, ohne Probleme!

Es dauert übrigens auch bei den 4TXen, mit ihrer elektrischen Benzinpumpe, einige Zeit bis man wieder starten kann, falls die Schwimmerkammern und Benzinpumpe leergelaufen waren.

Abhilfe schafft in beiden fällen nicht der Austausch der Pumpe, sondern ein Verlegen des Benzinhahn hinter die Pumpe.

Jm2ct

Ciao,
Werner

--
P.S. Till hat ein neues Hobby: 'torrad fahren! :dance1:

ilwise
Registriert: 04.07.2002 12:20

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Beitragvon ilwise » 07.11.2005 18:31

Die Pumpe reicht normalerweise völlig aus, wie schon geschrieben sollten ein paar l mehr als nur die Reserve im Tank sein.
Rainer
--
.
... ohne murren soll sie schnurren ...

kaiglaz
Registriert: 16.04.2005 19:16

Wie kann man die Benzinpumpe der 3VD verbessern?

Beitragvon kaiglaz » 07.11.2005 21:50

Werner schrieb:
> Du hättest Dich also nur an den Rand stellen brauchen, gemütlich 'ne Zigarette rauchen oder ein
> Kaugummi kauen sollen. Danach hättest Du starten können, ohne Probleme!

Aber ich rauche nicht! :(

Na gut, werde die Pumpe mal wie angedeutet behandeln und schauen, ob es noch Probs gibt. Die erste Zeit mit einem neuen Motorrad hat man sowieso die besten Chancen auf Ärger, weil man das Gerät noch nicht kennt. Das legt sich später.

Ciao, Kai

Lars
Registriert: 10.04.2002 13:09

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Beitragvon Lars » 08.11.2005 15:23

Hi Werner,

Werner schrieb:
> Es dauert übrigens auch bei den 4TXen, mit ihrer elektrischen Benzinpumpe,
> einige Zeit bis man wieder starten kann, falls die Schwimmerkammern und
> Benzinpumpe leergelaufen waren.

Das kann ich nicht bestätigen... Leergefahren, 1 Liter Sprit von nem 2-Ventil Boxer abgezapft, eingefült, Zündung an "drrrrrrrrrrrrtrrtrrtt", Starter, läuft

Ciaole,
Lars

--
'00er 4TX mit 61Mm
GUS#42 TDMF#8

Werner
Registriert: 01.05.2002 17:30

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Beitragvon Werner » 08.11.2005 15:51

Hallo Lars,

> Das kann ich nicht bestätigen... Leergefahren, 1 Liter Sprit von nem 2-Ventil Boxer
> abgezapft, eingefült, Zündung an "drrrrrrrrrrrrtrrtrrtt", Starter, läuft.

muß am Boxer-Spritt gelegen haben :teufel:

aber OK, die TX läuft sehr viel schneller wieder.

Was macht die Sprittpumpe der TX eigentlich wenn der Tank leergefahren ist? Wenn ich es richtig im Kopf habe, hat sie eine Druck gesteuerte Abschaltung. Schaltet sie leergefahren noch ab ober läuft sie durch?

Ciao,
Werner

--
P.S. Till hat ein neues Hobby: 'torrad fahren! :dance1:

Lars
Registriert: 10.04.2002 13:09

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Beitragvon Lars » 08.11.2005 16:01

Hi Werner,

Werner schrieb:
> Was macht die Sprittpumpe der TX eigentlich wenn der Tank leergefahren ist?
> Wenn ich es richtig im Kopf habe, hat sie eine Druck gesteuerte Abschaltung.
> Schaltet sie leergefahren noch ab ober läuft sie durch?

Meine nicht-technischen Beobachtungen: Als ich ohne Sprit auf die Tankstelle zurollte, klackerte die Pumpe nicht mehr. Sie scheint also irgendwann abzuschalten.

Desweiteren: Wenn ich die Zündung einschalte, klackert die Pumpe ein paar mal, bis "Druck aufgebaut" ist, wird langsam und schaltet dann ab. Wenn die Maschine mal länger stand (>2 Wochen) dann klackert die Pumpe ca. 4 Sekunden, wird NICHT langsamer, und schaltet dann trotzdem ab.

Irgendwie scheint also ein Druckschalter und ein Zeitmechanismus verbaut zu sein.

Ciaole,
Lars

--
'00er 4TX mit 61Mm
GUS#42 TDMF#8


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