Helm Untersuchung - Durchleuchtung

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zkm
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Beitrag von zkm » 23.06.2015 10:14

Hallo,
ich habe vor einem Jahr einen neuen HJC Helm gekauft mit dem ich auch sehr zufrieden bin. Bei der letzten Tour ist er leider vom Spiegel herunter gefallen X( . Meine Frage, weiß jemand eine Adresse wo ich den Helm untersuchen lassen kann? HJC hat eine Untersuchung abgelehnt und mich darauf verwiesen, dass bei einer Fallhöhe ab 120 cm der Helm zerstört sein kann. Dies ja mir ja bekannt, ist ja auch schon in der Motorrad getestet und bestätigt worden. Wer hat einen Tipp für mich?
Danke
Gruß

Red
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Beitrag von Red » 23.06.2015 13:46

bin mir ziemlich sicher, das eine röntgentechnologische untersuchung mit entsprechendem unbedenklichkeitsgutachten...wenn das überhaupt jemand ausstellen sollte, ein vielfaches eines neuen helmes kosten würde.

und wenn dann doch haarrisse od. sonstiges gefunden wird, hast du diese kosten u. zusätzlich die kosten für einen neuen helm am bein.

nagut, wer hat der hat.
--
gruß
[red]red[/red]

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Beitrag von tdmschurli » 24.06.2015 01:33

Hallo!
Aus welchen Material ist der Helm?

Spritzgegossen aus Polycarbonat (PC) oder aus GFK-Verbund?

LG aus Wien
Georg
--
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zkm
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Beitrag von zkm » 24.06.2015 11:46

Hi,
der Hersteller schreibt:Hochentwickelte P.I.M. (Premium Integrated Matrix) –Schalenkonstruktion aus Carbon, Aramid und Fiberglas!
GRuß

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Beitrag von 100wasser » 24.06.2015 12:15

Wenn ein Helm ernsthaften Schaden nimmt nur weil er ,ohne Gewicht (Kopf), vom Lenker fällt , dann möchte ich nicht wissen in wie viele Teile er bei einem echten Unfall brechen würde.


Ich würde den Helm so gut ich kann prüfen ... klopfen, drücken, ziehen und nach Fehlern absuchen.
Am Ende ist es sicher deine Entscheidung aber ich hätte da wenig bedenken.



Gruß
Franz


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Beitrag von Greg_N » 24.06.2015 12:47

zkm schrieb:

> Bei der letzten Tour ist er leider vom Spiegel
> herunter gefallen...

Wenn der Helm ein mal runter fällt, ist er Schrott und muss sofort ersetzt werden.

Das hört und liest man zwar oft, ich halte es dennoch für übertrieben. Die Hersteller und Verkäufer hätten das wohl gerne, denn jedem fällt der Helm ein mal pro Saison runter.

Ich inspizierte nach einem Fall den Helm gründlich, übe mit dem Daumen überall, insbesondere in der Nähe der Aufschlagstelle, mal kräftig Druck aus. Wenn mir dabei keinen Riss auffällt, ist der Helm OK für mich.

Natürlich könnte da ein feiner Haarriss sein, der mir entgangen ist. Aber so ein Helm ist ja nicht aus Glas, wo eine winzige Macke dazu führen kann, dass das Objekt beim nächsten Stoß in 1000 Scherben zerfällt. Er schützt auch so weiterhin, und hundertprozent Schutz gibt es sowieso nicht.

Da werden Sicherheits Fundamentalisten jetzt sicher aufschreien, aber ich finde, man muss die Sache im richtigen Verhältnis einordnen.

Gemessen an der Summe der Risiken des motorradfahrens ist eine kleine, von außen nicht feststellbare Macke an der Schale ein für mich vernachlässigbares Zusatzrisiko.


--
Gregor mit dem Motorrad auf Reisen
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Zuletzt geändert von Greg_N am 24.06.2015 12:50, insgesamt 1-mal geändert.

tdmschurli
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Helm Untersuchung - Durchleuchtung

Beitrag von tdmschurli » 26.06.2015 02:20

zkm schrieb:
> Hi,
> der Hersteller schreibt:Hochentwickelte P.I.M. (Premium Integrated
> Matrix) –Schalenkonstruktion aus Carbon, Aramid und Fiberglas!
> GRuß
>
Hallo!
Wenn das einen Fall vom Rückspiegel nicht aushält, dann hält's einen Crash mit Kopf innen drin auch nicht aus.
Wenn äußerlich keine Schäden sichtbar sind, verwende ihn weiter. Kontrolliere genau den Rand ob nicht dort was gesplittert ist oder sich ein Sprung gebildet hat. Soferne es nicht geklebt ist kannst du dazu ja das Ranschutzband vorsichtig anheben/ wegziehen. Achtung die Dinger sind zwar elastisch nur überdehnt halten sie nimmer.

Der einzige Helm in meiner langen Motorradlaufbahn der jemals einen Sprung hatte war der nach einem 10m Flug verursacht durch einen unachtsam ausparkenden Autofahrer. Ich bin am Kopf und Rücken gleichzeitig gelandet. Der damalige Helm war ebenfalls ein Carbon/ GFK-Verbund. Die halten schon ordentlich was aus, bei einem Helm aus PC wär ich da vorsichtiger.

Solltest du aber doch moralische Bedenken haben den Helm weiter zu verwenden so hast du keine andere Wahl ihn einfach zu verschenken und dir einen neuen zu besorgen.
Eine verbindliche Aussage bzw Untersuchung des Teils wirst du vom Hersteller nicht bekommen und prüfen lassen übersteigt den Kaufpreis eines neuen Teiles um ein Vielfaches.

LG aus Wien
Georg

--
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Zuletzt geändert von tdmschurli am 26.06.2015 08:28, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von 750_900 » 26.06.2015 08:46

Hello Thomas!

Das Gesetz der Serie besagt bei mir, daß jeder neue Helm in den ersten beiden Wochen einmal am Boden landet. Gibt ärgerlicher Weise natürlich immer optische Schäden.
Im Sinne von: Moped starten, Helm auf die Bank, alles zuzippen, und: schon geschehen: Helm liegt am Asphalt.
Meine bisherigen Helme Dainese, Schuberth haben dies außer der optischen Sache, ohne Weiteres hingenommen. Keine Risse, Fehler oder Brüche am Visier/Sonnenblende. Die einzige Beschädigung war an meinem Ego ;) .
Wie Du bereits erwähnt hast, kann man den Helm bei den Herstellern die ich erwähnt hatte, einschicken und prüfen lassen, Deinen kenne ich leider nicht.
Unterm Strich:
Ich denke nicht, daß ein Helm in der heutigen Herstellung und den damit verbundenen qualitativen Prüfungen, auch wenns nur Chargenanteile sind, einen Sturz vom Spiegel nicht aushält.

Dies zur Festigkeit.
Solltest Du Bedenken haben und Dich am Bike nicht mehr sicher fühlen, dann steht ein Neuer an.

Meines Erachtens aber nicht nötig.

Gruß, Alex.
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Helm Untersuchung - Durchleuchtung

Beitrag von Kruemel » 26.06.2015 09:42

Moins!

meines Wissens nach ist das immer ein "kann", das im Hntergrund steht ...

Beim Aufschlag auf Asphalt-Beton-wasimmer - stehen dort kleine Seinchen/-.... hoch, die am Helm eine Kerbe hinterlassen ...

Da "kann" (TM) im Falle einer Belastung (LKW steht drauf, Verformung der Helmschale) eine "vorzeitige" Rissbildung (also eben nicht bei 100% der möglichen getesteten Belastung auftreten.

Das kann eben niemand einschätzen, ob noch 20% Belasbarkeit oder noch 99% Belastbarkeit vorliegen .... Daher die Empfehlung, den Helm zu wechseln ...

Bei Tempo 180 dürfte das eh kaum noch eine Rolle spielen, bei Tempo 20 bis 130 möglicherweise ...

Aber ich glaub, wem das wirklich Sorgen macht, der sollte nicht aufs Moped steigen ...

Mahlzeit ...

Reinhard


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Beitrag von MT09-men » 26.06.2015 10:55

tdmschurli schrieb:
> Solltest du aber doch moralische Bedenken haben den Helm weiter zu verwenden so hast du keine
> andere Wahl ihn einfach zu verschenken und dir einen neuen zu besorgen.
moin,
etwas seltsame Moral..verschenken- soll doch jemand anderes damit "glücklich" werden..:))

Der Helm ist neben der Schutzkleidung eine Lebensversicherung und kann im Ernstfall den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen. Jeder muß für sich selbst entscheiden wieviel ihm das Wert ist.
Egal aufs Risiko und weiter oder etwas Geld für einen Neuen Helm ausgeben.
Ich kann mir schon vorstellen, dass nach einem Fall auf den Boden, so etwas wie eine Sollbruchstelle entsteht, die vieleicht noch nichtmal sichtbar ist und mit der Zeit auch nicht besser wird. (Wetter, Temperaturen etc.)
Wenn der Helm erst 1 Jahr alt ist, kann man vieleicht noch über die Garantiezeit eine Überprüfung beim Händler vornehmen lassen, manche bieten ja sowas an, fragen kostet nichts.
Es gibt auch einige weitere brauchbare Infos darüber im Netz:
http://www.dein-bikeshop.de/blog/motorr ... -gefallen/

Das mit der Versicherung wäre evt. noch eine Option.
Dann hat eben die Frau den Helm runtergeschmissen...so rechnen viele ab...mit der Frau und dem Helm, das nenne ich dann mal eher moralisch I) ;D
Zuletzt geändert von MT09-men am 28.09.2015 08:57, insgesamt 1-mal geändert.

Nonsens
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Beitrag von Nonsens » 26.06.2015 11:12

T-Racer77 schrieb:

> Das mit der Versicherung wäre evt. noch eine Option.
> Dann hat eben die Frau den Helm runtergeschmissen...so rechnen viele ab...mit der Frau und dem
> Helm, das nenne ich dann mal eher moralisch I) ;D
>
> Gruss Thomas

Naja, über die Moral bei "über die Versicherung" mache sich jeder selber sein Bild. Unabhängig davon, mit der (Ehe-)-Frau innerhalb der Familie klappt das nicht...
--
Viele Grüsse

Stephan
_____________________________

TDMF #100

RN08 - noch ungewohnt... ;-) [b]


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Beitrag von zkm » 26.06.2015 12:06

...vielen Danke an alle für die freundlichen und hilfreichen Kommentare!
Gruß
zkm

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Beitrag von tdmschurli » 27.06.2015 09:09

T-Racer77 schrieb:
> tdmschurli schrieb:
> > Solltest du aber doch moralische Bedenken haben den Helm weiter zu verwenden so hast du keine
> > andere Wahl ihn einfach zu verschenken und dir einen neuen zu besorgen.
> moin,
> etwas seltsame Moral..verschenken- soll doch jemand anderes damit "glücklich" werden..:))


..hab ja nicht gesagt wem er den Helm weiterschenken soll, kann ja auch der örtliche Entsorgungsbetrieb sein! ;D

Mich wundert's oft wie viele unserer Kollegen mit ihren Helmen umgehen. Oft werden die sorglos einfach irgendwo am Moped angehängt, sind dann Wind und Wetter ausgesetzt, werden durch noch warme Auspuffanlagen aufgeheizt usw...! Sowas dann noch aufsetzen - da würd mir manchmal grausen abgesehen vom Sicherheitseffekt.

LG aus Wien
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