Hallo,
ich hätte da auch so meine Bedenken, solche Zusätze anzuwenden! Ausser, sie sind vom
Motorenhersteller freigegeben.
Da gibt es auch interessante Ausführungen von MSI Motor Service International GmbH:
"..Kolbenschäden wegen zu niedriger Graphitfreilegungsrate:
Ein entscheidender Faktor für die Ölfilmbildung und auch Notlaufeigenschaften der
Zylinderlaufflächen ist die Freilegungsquote der Graphitadern. Ein perfektes Oberflächenfinish (Honwinkel+Rautiefe) mit einer Freilegungsquote von mindestens 20% ermöglicht, dass sich Öl in den Profiltälern und in den Graphitadern ansammeln kann, wodurch bei hoher Belastung der Ölfilm beständiger ist und die Notlaufeigenschaften maßgeblich verbessert werden.
Offene Graphitadern können das Motorenöl wie ein Schwamm einlagern und geben es bei Bedarf wieder ab."
Mit Einsatz keramischer Schmierstoffe, welche sich in die Oberflächenstruktur der metallischen Reibpaare einlagern, werden all diese Eigenschaften ausser Kraft gesetzt.
Das heißt, man ist immer auf ständigen Nachschub dieser Zusatzschmierstoffe angewiesen, welche nicht gerade billig sind und auch nicht immer gleich verfügbar.
Ich mußte selber diesbezüglich meine Erfahrungen vor vielen Jahren als Fahrer einer
getunten MZ :smokin: machen! Aufgebohrter 5-Kanalzylinder, Brennraumbearbeitung, Verdichtungserhöhung, Vergaser aufgebohrt, Doppelzündung u.s.w.- ging richtig gut das Teil

!
Jedenfalls wurde immer ein aus dem Rennsport stammendes "gefettetes Rennmotorenöl" (1 Liter 25 Ostmark) mit ähnlichen Eigenschaften ohne Probleme verwendet- bis eines Tages der Nachschub ausblieb X( ! Es dauerte nur einige Tankfüllungen und ich hatte den ersten Klemmer 8o !
Ein Motorsportler klärte mich auf: Einmal Rennol, immer Rennol (so hieß das Zeug)!
Gruß
Roland
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[red]Wir sind gegen[/red]
[f4][red]RASEN AUF AUTOBAHNEN.[/red][/f4]
[red][f1]...Asphalt oder Beton sind uns lieber![/f1][/red]
4TX 2001