Kaltstartproblem?

Motor, Getriebe, Auspuff, Ventile, Kupplung, Dynojet & Co ...

Moderator: Überholi

Schmeiler3VD
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Kaltstartproblem?

Beitragvon Schmeiler3VD » 05.02.2006 18:31

Hoi,
Allem Anschein nach hat meine 3VD ein Kaltstartproblem.
Das deutete sich im verganegen Herbst schon an und äussert sich wie folgt.
Ich starte das Möppi mit Choke und sie läuft ganz normal.
Wenn ich nach ca. 20 sec. den Choke reinschiebe und den Motor etwas am Gas halte fängt sie an Fehlzündungen von sich zu geben.
Beim Fahren merkt man das vor allem während konstanter Fahrt, ein Zylinder scheint kurzzeitig auszusetzen und sprotzt in den Auspuff.
Das Problem ist nach der Warmlaufphase aber weg, dann läuft sie sauber.
Im vergangeenen Jahr kam es auch mal vor das ein Zylinder nach dem Warmstart ein paar sekunden auf sich warten ließ.
Damals habe ich das auf alte Kerzen geschoben, aber die sind mittlerweile neu und das Kaltstartproblem tritt immernoch auf.
Das Kerzenbild war bei den alten zumindest sauber und gleichmäßig.
Wo liegt da der Fehler?
Dreck im Vergaser?
Synchronisierung hatte ich überprüft, Werte waren nahezu gleich weswegen ich nichts verstellt habe.


Mit besorgten Grüßen
Karsten
--
92er 3VD, Goldmetallic, Spiegler SB Lenker, 66500 km

chrisviper
Registriert: 26.11.2004 13:28

Kaltstartproblem?

Beitragvon chrisviper » 05.02.2006 19:51

1) Was hast du für eine Vergaserabstimmung? Wann war die letzte Überholung?
2) Bei niedrigen Temperaturen hast du immer mehr Probleme beim Kaltstart. Du solltest den Choke vielleicht etwas länger "draußen" lassen und nach und nach wieder reindrücken. Ich selber habe eine recht magere Abstimmung, was mir auch mehr Probleme beim Kaltstart grad bei diesen Temperaturen bereitet. Bei mir hauts aber hin, wenn ich nach kurzer Zeit den Choke reindrücke und dann den Motor mit Drehzahl bei Laune halte. Da ist vermutlich jedes Motorrad unterschiedlich. Hier spielen die Zündkerzen auch eine Rolle.
3) Nach längerer Standzeit werden die Probleme größer. Ich hatte das Phänomen mit dem unwilligen Zylinder auch schon mal, aber das is nichts außergewöhnliches. Vergasermaschine eben.

Hast du bei feuchtem, kalten Wetter Probleme mit Vergaservereisung? Würd mich mal interessieren.
--
Grüße aus Aachen
Chris

3VD Bj. 95, EZ 96
54TKm

Yamaha-Men
Registriert: 13.07.2004 18:41

Kaltstartproblem?

Beitragvon Yamaha-Men » 05.02.2006 21:58

also ich hab meine TDM heute mal wieder gestartet, sie stand seit Anfang November in der Garage. Benzinhahn aufgemacht, Choke gezogen und den Starter betätigt.
Nach dem 3. Versuch lief sie dann an, habe sie dann ca. 3-4 Minuten mit Choke laufenlassen, danach den Choke wieder reingedrückt.
Maschine dann im Stand laufenlassen bis eine Öltemperatur von 65 Grad erreicht war, danach den Benzinhahn wieder geschlossen bis sie ausging.
Da bleibt sie nun bis es wieder wärmer wird, also ca. Mitte März.
Mache es eigentlich seit 2003 jedes Jahr so, bisher ohne Probleme.

Grüße aus Freiburg
yamaha-men
--
Paradox: Frauen achten auf die Linie, Männer auf die Kurven

[red]Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, das er tun kann was er will, sondern darin, das er nicht tun muss was er nicht will (Jean-Jacques Rousseau)[/red]

jos

Kaltstartproblem?

Beitragvon jos » 06.02.2006 10:13

Karsten,

Ich habe das gleiche Problem mit die neue 3VD mit 46K.
Choke ziehen, starten, einige Umdrehungen, laufen. Nicht zu lange warten und Choke rein sonst Motor aus. Jetzt so 1 bis 2 Km am Gas haengen lassen mit mindestens 1200 rpm sonst Motor aus. Startet dan zwar wieder sofort aber laeuft rucklich. Dannach ueberhaupt keine Probleme mehr und er schnurrt wie ein Kater.

Also das war die eine 95er 3VD. Die andere 95er 3VD mit 90K: Choke, starten, sofort laufen. Nach 500 Meter Choke rein oder einfach vergessen. Macht beides nichts aus. TDM laeuft und laeuft und laeuft..... Bis sie richtig warm ist und dan mit gezogenen Choke vor der Ampel absaeuft. Zu viel Benzin, zu wenig Luft. Choke rein. Problem sofort verschwunden. Und so sollte es bei der andere auch sein.

Ich vermute entweder/oder:
1/ der Choke haelt das Standgas nicht aufrecht hoch genug. Mit Choke raus saeuft der Motor ab und mit Choke rein zu wenig benzin fuer diese Umdrehungszahl und vorlaufig noch niedrige Zilindertemperatur.
2/ der Vergaser steht stationair zu reich oder zu arm und damit ist die Schraube (neben den Benzinhanh) fuer das Standgas beim warmen Zilinder zwar richtig fuer kalten aber falsch eingestellt.

Ich werde demnaechst das Standgas bei kalten Zilinder mal ueber die Schraube einstellen und dan sehen sich wie das bei warmen Zilinder auswirkt. Muesste der Reihe nach dan gerade bei warmen Motor und Standgas die verschobene Probleme haben.

In beide Vergaser hangen die Gasnadeln ganz tief und fuer diese niedrigen Umdrehungen sind sie noch nicht zustaendig. Muesste dan folglich am Choke und/oder Chokeduese und/oder Leerlaufduese gesucht werden???????
Zuletzt geändert von jos am 06.02.2006 10:16, insgesamt 1-mal geändert.

Kruemel
Registriert: 11.12.2005 16:54

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Beitragvon Kruemel » 06.02.2006 10:36

Moins!

gibt noch Gemischregulierschrauben fürs Standgas, aber die sind zumindest bei der 4TX schön versteckt - die haben ganz allgemein Auswirkungen bis zum etwa 1/3 geöffneten Gasschieber ......
Die Schiebernadeln sind massgeblich so ab ca 1/3 bis gut 80% geöffnet, dann dominiert die Hauptdüse ......

Meine 4 tX muckelt sehr nörgelig bei -2° auf 1,5 Zylindern los, aber wird dann - ich vermute hier, das entweder die Schräglage auf dem Seitenständer für unterschiedlich fettes Gemisch aufgrund unterschiedlichen Druckes in den Schwimmerkammern sorgt???????
oder aber das ein Versager im Standgas etwas fetter als der andere ist - gedreht hab ich an der TDM da aber noch nix ........

Scheint aber nicht unwahrscheinlich zu sein, da es hier einige Postings gab, bei denen die Leute ihr Möppel ohne Choke starten konnten - bei Minusgraden ...

Heißt für mich, das sich, wer auch immer das war, jemand bei der Gemsicheinstellung des Standgases nicht viel Mühe gegeben haben KANN weil das einfach zu fett sein MUSS!!!!!
Das wiederum bedeutet für mich, das da sicherlich "was geht" ......

und letzlich, das ich daran drehen werde ....

Gruß

Reinhard


--
Don`t panic, it`s mechanic!
"Gegen Antriebsschwäche: TDM 850 ....
Risiken und Nebenwirkungen: Ohrensausen und gesteigertes Beschleunigungsverhalten"

deranfaenger
Registriert: 03.12.2002 13:07

Kaltstartproblem?

Beitragvon deranfaenger » 06.02.2006 12:59

Hallo

Also 20 Sekunden sind eindeutig zu kurz.
Da würd ich den choke nur zur hälfte zurückdrehen, und nach 5 minuten erst ganz zu.

aber vielleicht ist es wirklich viel zu Fett. hast schon mal nach 10 minuten einen gestank festgestellt? das währe ein indiez für ein zu fettes gemisch.

Ein K&N Luftfilter kann da leicht abhilfe schaffen.
Vielleicht ist dein Luftfilter auch schon zu?

Grüße
Günther
------------------------------------------------------------------
Der, der nicht weiß wo er mit seinen Füßen hin soll...
--
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jos

Kaltstartproblem?

Beitragvon jos » 06.02.2006 15:56

Die Standgasschraube neben den Benzinhahn habe ich sofort nach dem starten (mit Choke ganz raus) so weit eingedreht das der Motor kalt schoen rund laufen bleibt bei ungefaehr 1200rpm.

Jetzt kann ich nach kurze Zeit bei warmer werden Zilinder den Choke schrittweise rein schieben ohne das die TDM aufhoert zu laefen. Aber ......... mit Choke ganz rein und der Motor schon ein bischen warm geht die Drehzahl jetzt auf 2500rpm hoch. Das Problem hat sich (wie erwartet) jetzt innerhalb des Waermebereichs verschoben.

Vorschlaege?

Kurt_aus_Wien
Registriert: 05.02.2006 14:46

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Beitragvon Kurt_aus_Wien » 06.02.2006 18:40

Yamaha-Men schrieb:
> also ich hab meine TDM heute mal wieder gestartet, sie stand seit
> Anfang November in der Garage. Benzinhahn aufgemacht, Choke gezogen
> und den Starter betätigt.
> Nach dem 3. Versuch lief sie dann an, habe sie dann ca. 3-4 Minuten
> mit Choke laufenlassen, danach den Choke wieder reingedrückt.
> Maschine dann im Stand laufenlassen bis eine Öltemperatur von 65 Grad
> erreicht war, danach den Benzinhahn wieder geschlossen bis sie
> ausging.
> Da bleibt sie nun bis es wieder wärmer wird, also ca. Mitte März.
> Mache es eigentlich seit 2003 jedes Jahr so, bisher ohne Probleme.
>
> Grüße aus Freiburg
> yamaha-men

Meine steht seit Dezember und ich habe sie auch gestartet ohne Probleme. Ich glaube auch du musst ganz einfach den Choke länger laufen lassen. Übrigens ich drehe nie etwas ab oder entleere irgendwas einfach Garage rein...Schlüssel ab und 2 oder 3 Monate später Garage auf ..........Schlüssel rein und das Moped läuft. War bei meiner Suzuki so und bei der Diversion auch.
Na Serva`s
--
Bin nicht schön.........dafür selten !

Schmeiler3VD
Registriert: 08.05.2005 14:05

Kaltstartproblem?

Beitragvon Schmeiler3VD » 06.02.2006 19:41

Naja Choke länger drin lassen möchte ich eigentlich ungern, hab mir in 6 Jahren Motorrad fahren angewöhnt den Choke eigentlich unmittelbar nach dem starten wieder reinzuschieben.
Der LuFi ist auch erst neu, allerdings kein K&N.
Das Mopped war bis letztes Jahr zu jeder Inspektion beim freundlichen,ich gehe mal davon aus das der die Vergaser gescheit engestellt hat.

Werde wohl im Sommer mal zu einem Bekannten nach Leipzig in die Werkstatt fahren und dort die Vergaser mal ins Ultraschallbad werfen und einstellen lassen.
Der macht das immer für nen netten Preis und ist auch sehr kompetent...
--
92er 3VD, Goldmetallic, Spiegler SB Lenker, 66500 km

hansp
Registriert: 10.04.2002 18:35

Kaltstartproblem?

Beitragvon hansp » 07.02.2006 08:43

Hatte ich auch mal, wurde immer mehr. Hat sich dann herausgestellt das ein Vergaserstutzen locker war und sie Fremdluft bekam.

Grüsse aus dem verschneiten Wien

hans-peter

jos

Kaltstartproblem?

Beitragvon jos » 07.02.2006 17:26

Hans-Peter,

Heist das das dein Problem sich nur geausert hat bei einen/beiden kalten Zilinder und verschwunden war wenn der Motor warm wurde? Mal abgesehen davon das es in der Zeit schlimmer wurde.

Fremdluft beeitraegtigt den Benzinzuflusz und ich kann mir gut vorstellen das es gerade beim kalten Motor recht genau kommt.

chrisviper
Registriert: 26.11.2004 13:28

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Beitragvon chrisviper » 07.02.2006 20:56

Den Choke braucht man ja, da bei kaltem Motor der Sprit an den Zylinderwänden kondensiert und außerdem die Reibung insgesamt höher ist. Wenn man nun durch den Choke das Gemisch fetter macht, passts wieder einigermaßen. IMHO sollte man den Choke jedoch immer so schnell wie möglich wieder reinstecken, damit das Gemisch nicht so lang zu fett bleibt. Lieber einen leicht unruhigen Motorlauf ohne Choke als umgehlehrt. Warum? Da ein zu fettes Gemisch den Ölfilm von den Zylinderwänden wäscht/waschen kann/zum Teil wäscht, was zu hörem Verschleiß führt. Außerdem wird das Öl durch Sprit verdünnt, was ja vielleicht die Kollegen mit augeschlagenen Düsennadeln schon mal im Öl gerochen haben.
--
Grüße aus Aachen
Chris

3VD Bj. 95, EZ 96
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OliS
Registriert: 13.04.2002 16:54

Kaltstartproblem?

Beitragvon OliS » 08.02.2006 17:19

Hi Karsten,
bei mir fing es so an, als die Kopfdichtung den Geist aufgab.
Nach lange rumstehen z.B 1 Monat null Problemo, nach 3-4 Tagen öttelte immer der linke Zylindereine Zeit. Nach 15-30 min Pause öttelte er irgendwann dann auch im warmen Zustand.
Nur so als Hinweis, muß bei dir ja nicht der Fall sein.
Gruß
Oliver

PS: Beim Umbau meines Moppeds gibt es 2 Probleme: Die Haltbarkeit und der Papierkram mit den Zulassungsstellen. Das mit der Haltbarkeit kriege ich hin,...
--
XT600 64 Mm/ TDM 3 V D 75,3 Mm
TDMF#19 / [f1]HOME[/f1]

jos

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Beitragvon jos » 08.02.2006 17:57

Unser Problem ist eigentlich nur das nach dem Starten und rein schieben vom Choke der Motor unsauber laeuft oder sogar ganz abfaellt. Sobald der Motor dan warm wird, laeuft er wie gewohnt.

Werde morgen den Deckel mal abnehmen und alles nachgehen. Wollte sowieso eine Blinklichtalarmanlage, 12Volt Kontakt und Seitenkoffer montieren.

Schmeiler3VD
Registriert: 08.05.2005 14:05

Kaltstartproblem?

Beitragvon Schmeiler3VD » 08.02.2006 18:57

Oli du weißt aber schon das du mir damit eine Höllenangst einjagst???8o

Mein Kühlwasser sah nämlich auch etwas schlecht aus, das hab ich aber aufs Alter geschoben!
Abgasgeruch konnte ich nämlich nicht feststellen.

Da hilft wohl nur weiterfahren und beobachten!
Das wär wirklich sehr unschön wenn die Dichtung platt wäre...

Mit bangenden Grüßen
Karsten
--
92er 3VD, Goldmetallic, Spiegler SB Lenker, 66500 km

jos

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Beitragvon jos » 07.05.2006 14:52

Ist ein wenig spaeter als morgen geworden :D .

Habe erst eine Fahrt in der Harz gemacht. Mit vernuenftig Gasgeben hat das geklappt. Das heist: in hoeheren Drehzahlen fahren. In die unteren Drehzahlen (gerade die Kraft der 3VD) hat sie geraucht und ist hin und wieder ein Zilinder ausgefallen. Stand einfach zu fett. Ueber 3000 U/min gab es keine Probleme mehr. Bei 4000 U/min hat sie nur so geschnurrt. Verbrauch durchschnitlich um die 6,5 Liter. Geht ja noch.

Gestern habe ich dan die Gasnadel und Duesenstoecke ausgewechselt. Die Gasnadeln waren von Dyno und standen ganz tief. Jetzt verstehe ich auch wo die Power beim Gasgeben herkam. Zum Racen vielleicht geeignet aber zum Touren unbrauchbar.

Jetzt wo die orginale wieder drin liegen, funktioniert das Choken wieder normal, haengt sie kalt ruhiger am Gas und kann ich wieder bei 2000 U/min Touren ohne Zilinderausfall.

[ img ]
Wenn man sich den Unterschied zwisschen die Nadeln ansieht , versteht man auch wieso gerade in diesen Bereich eine nur ueber gefuehlvolles Gasgaben zu korrigieren fette Einstellung vorlag. Die Dyno ist im mitteleren Bereich ein wenig eingenommen wo die orginal gerade aus geht.
Zuletzt geändert von jos am 07.05.2006 15:08, insgesamt 1-mal geändert.


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