Hallo Jörg,
Ich finde es eine gute Sache, deine Initiative was für die Umwelt zu tun. Eins steht fest CO2-Reduktion muss her. Kosten sind nebensächlich, natürlich immer gut wenn es sich amortisiert, weil es dadurch noch ein zusätzliches Argument PRO gibt.
Leider denken viel zu viele Leute folgendes:
1. Es bringt doch nichts wenn ich bei mir etwas änder; ich allein kann doch daran Nichts ändern. Dabei bedenken die meisten nicht, daß eben weil zu viele so denken sich nichts ändert. Wie das Beispiel Biolebensmittel zeigt, geht es eben doch wenn es nur genug Leute wollen.
oder 2.
Wenn die anderen; die Politiker/ die Amis (in Bezug auf deren höheren Verbrauch an Energie gemeint)/ die Mineralölkonzerne erstmal dies oder jenes tun dann werd ich auch an meinem Verhalten etwas ändern.
Das Problem ist nur wenn wir alle so weiter machen dann gibt es große Flächen an den Küsten dieser Erde in einigen Jahrzehnten nicht mehr, dazu kommen die Schäden die all die anderen Naturkatastrofen und Wetterkapriolen verursachen werden. Mal abgesehen davon wie lange es Erdöl noch gibt.
Nun wäre es ja trotzdem schön Lösungen zu finden nicht aufs Motorradfahren zu verzichten und dennoch AN UNSEREM VERHALTEN WAS ZU ÄNDERN sprich am CO2-Ausstoß. Darum geht´s doch. Die wenigsten sind bereit nur noch Fahrrad zu fahren.
OK, ich bin selber unkonsequent und zähl mich zur Kategorie 2 (s.oben) Weil ich find, daß es Motorradumbauten geben müsste, die versteckt also im Benzintankbereich, einen großen Gastank haben und daneben nur einen kleinen Benzintank für Notfälle. Ich mag nämlich nicht ständig mit Topcase rumfahren.
Eine zweite alternativ mögliche Lösung wäre es ein Topcase mit Gasflasche zu haben welches man nur vor größeren Touren draufmontiert (müsste einfach und schnell gehen können). Für Leute die ständig mit Topcase fahren, sieh ich keinen Grund dies nicht mit Gasflasche drin zu tun. Sieht genau so aus und bietet halt einen kleineren Stauraum bis keinen Stauraum. Bei größeren Touren muss man dann eben noch Seitenkoffer dranschrauben für das Gepäck.
Die zweite Lösung ist vom Montage/Umbauaufwand geringer aber insgesamt weil die Balance und das Erscheinungsbild der Moppeds störend nur eine Notlösung. OK, der Umbau muss natürlich von Fachwerkstätten gemacht werden auch wegen TÜV etc.
Dies wären zwei kurzfristige Lösungen immerhin 80% weniger C02 rauszublasen, bis die Motorradhersteller serienmäßige Lösungen anbieten. Dies werden sie ohnehin bald tun müssen, weil die Reduzierung des CO2-Flottenverbrauchs nach der Automobil- bald auch die Motorradindustrie betreffen wird.
Erst längerfristig wird es Brennstoffzellenmotorräder geben, diese werden aber vom Markt sicherlich schwer akzeptiert werden. Damit kann man Motorradfahren und produziert nicht nur 80% weniger, sondern Null Abgase. Ein Motorrad macht mit Verbrennungsmotor aber eindeutig mehr Spass als der Gabelstaplersound des Elektroantriebs/Brennstoffzelle.
Ich hab mir neulich wieder mal den Sound einer Guzzi angehört, es gibt Nichts geileres. Soviel zum Thema Akzeptanz.
Der LPG-Antrieb ist leider auch an sich nur für eine Zwischenlösung gut, weil dieses Gas bei der Erdölraffinade anfällt d.h. wenn es irgendwann kein Erdöl mehr gibt, dann ist es auch aus mit dem LPG-Gas bzw es muss immer auch Benzin und Diesel produziert werden um LPG-Gas zu erhalten d.h. eine Umstellung der gesamten Fahrzeugflotte ist gar nicht möglich.
Aber Zwischenlösungen sind auch gut.
Also
-Benzin raus
-Tank aufgeflext und mit Scharnier versehen
-LPG-Gaspatrone rein
-anschließen
-zuklappen
-losfahren
-Welt vor dem Untergang retten oder besser gesagt vor der Überflutung
Schöne Grüße aus Hamburg der Stadt am Meer (in 20 Jahren)
Helmar
P.S: Es gibt da noch den Erdgasantrieb; diesen hab ich aber nicht erwähnt, weil er für das Motorrad nun wirklich viel zu schwer und zu groß ist.
ZWEI ZYLINDER SIND VIEL GEILER ALS VIER