Motor wechseln

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Moderator: Überholi

volker_1964
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Beitragvon volker_1964 » 03.08.2010 10:49

Wie Ihr wisst hatte ich ja einen Motorschaden. Von egbert bekomme ich demnächst einen Motor.
Nun möchte ich gern wissen, ob man als doityourself-Methode diesen wechseln kann. Oder bracht man profundere Kenntnisse. Werkzeug habe ich genügend da, nur braucht man noch spezielles Werkzeug? Welche Drehmoment-schlüssel bräuchte ich, die habe ich noch nicht. Wagenheber und eine kräftige Hand habe ich auch zur Hilfe.

Grüssle Volker

Vor dem Einbau wird er noch in schwarz lackiert mit Folio-Tec Bremssattelspray.
Zuletzt geändert von volker_1964 am 03.08.2010 10:51, insgesamt 1-mal geändert.

MartinE220T
Registriert: 13.05.2007 22:58

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Beitragvon MartinE220T » 03.08.2010 11:23

HAllo Volker,

also eigentlich sieht es für den Do-It-Yourself Tausch gut aus! :lickout:
Denn zuerst mal braucht man den Mut es zu tun und dann auch die Ruhe es gewissenhaft durchzuführen.
Eine kräftige Hand, auf die man im Falle eines Falles zurückgreifen kann ist Gold wert.
Dann kann ich aus meiner Erfahrung empfehlen, das Ganze zügig durchzuziehen. Denn wenn man die Schrauben nach 4 Wochen wieder sieht, weiss man teilweise nicht mehr, wo die alle hingehören; das ist aber kein großes Problem, weil die Schrauben irgendwann alle verbaut sind. Das größere Problem ist die Verbaureihenfolge, die man nach längerer Zeit vergessen hat. Und dann muss man eben wieder was abbauen um vorwärts zu kommen - und das kostet Zeit.
Daher ist es optimal, wenn man die Teile auf eine saubere Unterlage legen kann, in der Reihenfolge, wie man sie wieder montieren will. Eine digitale Kamera hat mir z.B. bei der Spülmaschine sehr geholfen, beim Zusammenbau zu sehen, wie das Ganze aussehen muss... d.h. beim Auseinanderbauen immer mal wieder ein Foto machen...

Willst Du das Ventilspiel auch gleich noch einstellen, dann brauchst Du unbedingt nen süßen kleinen Drehmomentschlüssel von 10 bis 20 NM (die Drehmomente sind im Bucheli alle drin). Denn wenn man die Nockenwellenlagerböcke von Hand anzieht, sind die garantiert zu fest!

Handwaschpaste, Handschuhe, Bremsenreiniger usw. hast Du?
Wenn nicht dann z.B. (ich bin weder verwandt, noch kenne ich die):
www.werkstatt-produkte.de

Gruss
MArtin

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4TX seit 16.5.07

volker_1964
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Beitragvon volker_1964 » 03.08.2010 11:47

Das letzter habe ich alles, die Ventile getraue ich mir nicht. Mit Digitalcamera hätte ich eh erst alles abfotographiert. Schau mer ma. Bucheli-Buch liegt daneben.

Grüssle Volker

Yamaha-Men
Registriert: 13.07.2004 18:41

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Beitragvon Yamaha-Men » 03.08.2010 12:15

das ganze hört sich schlimmer an als es ist.
Zu zweit gehts auf jeden Fall sehr gut, ein Wagenheber ist auch ein Vorteil.
Wenn der Motor mal im Rahmen ist würde ich zuerst die oberen seitlichen Halter, danach die hintere Schraube reinmachen.
Zunächst alles erst mal hnadfest anschrauben, erst wenn alle Schrauben welche den Motor im Rahmen halten mit dem dafür vorgesehenen Drehmoment festschrauben.
Es vereinfacht die Sache etwas den Motor zunächst ohne die Gaser zu vebauen bzw. man hat mehr Platz

Falls eine Ventilkontrolle bzw. Einstellung von Nöten sein sollte würde ich dies nach Einbau des Motors machen bzw. wenn er wieder läuft, wird dir vielleicht der Verkäufer sagen können obs nötig ist bzw. wanns zuletzt gemacht wurde, ebenso bezugs Olwechsel

Handschuhe habe ich keine gebraucht, hab meine Hände später gewaschen ;)

Grüße aus dem Kurvenparadies
Yamaha-Men
--
"Dubium sapientiae initum"[red](Zweifel ist der Weisheit Anfang) / Rene Descartes (1596-1650) französischer Mathematiker und Philosoph[/red]

Wenn du Gott siehst, musst du Bremsen

volker_1964
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Beitragvon volker_1964 » 03.08.2010 13:12

Kann ich eigentlich den Vergaser nach dem Ausbau des alten Motor´s drinlassen oder muss ich ihn komplett rausnehmen? Ich werde wahrscheinlich Probleme mit den Gaszügen haben die wieder rein zu bekommen. Deswegen überlege ich ob ich den Vergaser an den Zügen drinlasse und mit Strick am Rahmen etwas entlaste.

Grüssle Volker

MartinE220T
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Beitragvon MartinE220T » 03.08.2010 13:29

volker_1964 schrieb:
> Kann ich eigentlich den Vergaser nach dem Ausbau des alten Motor´s
> drinlassen oder muss ich ihn komplett rausnehmen? Ich werde
> wahrscheinlich Probleme mit den Gaszügen haben die wieder rein zu
> bekommen. Deswegen überlege ich ob ich den Vergaser an den Zügen
> drinlasse und mit Strick am Rahmen etwas entlaste.

Hi Volker,
die Züge aus der Vergaserbatterie auszubauen ist Fummelei, der Einbau auch.
Ich hatte die Vergaser komplett draussen um die Düsen zu wechseln.

Ich habe bisher den Motor nicht ausgebaut, nur den Kopf und Zylinder ausgebaut.
Daher kann ich nur vermuten: Vergaser vom Kopf abschrauben und dann festbinden (ggf. mit einer Stange quer über den Rahmen gelegt) sollte gehen.

Wie sehen denn die Stutzen unten am Luftfilterkasten aus, die auf die Vergaser geschoben werden? Halten die noch am Vergaser? Bei mir war das Guimmi nicht mehr flexibel und die Dinger hielten nicht mehr richtig. Kannst ja vorab prüfen und ggf. bestellen.

Die Gummi-Stutzen zwischen Vergaser und Kopf sind gerne gerissen (Falschluft->zu mager->zu heiss). Auch prüfen... Die billigen Nicht-Yamaha Teile sollen schon nach kurzer Zeit reissen. Daher besser das zugegeben schweineteure Originalteil kaufen.

Gruss
Martin

--
4TX seit 16.5.07

ralf-pb
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Beitragvon ralf-pb » 03.08.2010 13:31

Hallo Volker,

wenn die keine zwei linken Hände hast und alle Finger Daumen sind, so geht das schon...

einen gut sortierten Werkzeugkasten solltest du schon haben .

1 Schreibheft oder großen Zettel, auf dem du kleinlich aufschreibst welche Schraube du gelöst hast.
und
hinterher abhaken, dass sie mit dem richtigen Drehmoment angezogen ist.
- einige Dosen , Schuhkarton oder Gefrierbeutel in die man die abgebauten Teile / Schrauben legt, und diese sofort beschriftet, damit man weiß wohin sie gehören (Malerkrepp geht ganz gut)
- eine Fläche in der Garage auf der die ausgebauten Teile ablegen kannst ( altes großes Handtuch hat mir da sehr geholfen)
-genauso auch lose Kabel und Züge am Motorrad beschriften, damit man weiß wo es hingehört.
1 Digicam - wenn nötig je ein Foto vor dem Auseinanderbauen der einzelnen Sachen.
1 Buch "ich machs mir selbst" hat auch gute Dienste geleistet
1 Drehmomentschlüssel
eventuell noch ne Eisensäge bzw Flex um einen Inbus für die hintere obere Motorhalterung zu bearbeiten.
- den Vergaser kannst du drin lassen nur die Schrauben vom Ansaugkrümmer lösen.

sehr hilfreich war mir auch ein Haken in der Garagendecke, an den ich das Mopped vorne aufhing
ich hab einen Möbelrollwagen unter den Motor gestellt, nachdem ich den Auspuff abgeschraubt hatte
und mit Bettern und Bierdeckeln( lacht nicht, was beim wackeligen Biertisch geht klappt beim Motor auch) alles soweit unterfüttert, so dass der Motor auf dem Wagen lag.
Dann bin ich angefangen alle Motorschrauben etc. zu lösen.
Nachdem alle Verbindungen gelöst waren, hab ich das Mopped angehoben und konnte den Rollwagen zur Seite schieben.
Alten Motor herunter heben und den neuen genauso auf den Wagen setzten und wieder ins Mopped schieben.


--
Gruß Ralf
+
Das Leben ist wie Radfahren, hört man auf zu Strampeln fällt man um.
Zuletzt geändert von ralf-pb am 03.08.2010 13:32, insgesamt 1-mal geändert.

volker_1964
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Beitragvon volker_1964 » 03.08.2010 23:01

ralf-pb schrieb:
>
> 1 Buch "ich machs mir selbst " hat auch gute Dienste
> geleistet


Wusste nicht das Du dafür ein Buch brauchst, gibt es doch diverse Läden und Filme um so ein Problem zu lösen:rotate: :rotate: :rotate: :rotate:

Aber weiss schon was Du meinst.
Welche Dichtungen sollten gewechselt oder erneuert werden.

Grüssle Volker

Yamaha-Men
Registriert: 13.07.2004 18:41

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Beitragvon Yamaha-Men » 03.08.2010 23:49

Dichtungen brauchst du nur für den Krümmer bzw. Auspuffanlage

Grüße aus dem Kurvenparadies
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Zuletzt geändert von Yamaha-Men am 03.08.2010 23:49, insgesamt 1-mal geändert.


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